10.03.98 - Der Dienstag war der Tag der Belgier beim "Rennen zur Sonne".
Tom Steels (Mapei) gewann die Etappe im Sprint, sein Teamkollege Frank Vandenbroucke
verteidigte auch bei der dritten Etappe das weiße Trikot des Besten
der Gesamtwertung.
Beim ersten Massensprint von Paris-Nizza 98 zeigte Tom Steels wieder
mal seine Klasse. Paris-Nizza scheint ein besonders guter Närboden
für Steels Sprintsiege zu sein: Im vergangenen Jahr
gewann der Belgier vier Etappen des Rennens.
"Tom ist ein sehr korrekter Bursche", so Mapei-Sportdirektor Patrick Lefevere,
der damit auf den Vorfall der Tour 97 anspielte, als Steels im
Sprint in Marennes wutenbrannt mit
einer Trinkflasche nach einem Konkurrenten warf. Schnell jedenfalls ist Steels. In Nevers kam Steels bereits zu seinem
fünften Saisonsieg. Mit seinen gerade mal 26 Jahren kann Steels schon
auf 33 Profi-Siege zurückschauen.
Am Dienstag konnte Tom Steels auf ein perfekt arbeitendes Team bauen.
Teamkollege Stefano Zanini fiel die Aufgabe zu, Steels den Sprint
unmittelbar vor dem Ziel anzufahren. "Es war gar nicht so leicht, sein
Hinterrad zu halten", so der Etappensieger. "250 Meter vor dem Ziel
musste ich dann selbst ran."
Das Mapei-Team hatte am Dienstag das Renngeschehen stets im Griff.
Vereinzelte Attacken aus dem Peloton heraus kamen nie weit. Der Massensprint
war vorprogrammiert.
Die letzten Meter waren ein Duell zwischen Frederic Moncassin
und Tom Steels, wobei Moncassin gehandicapt war durch einen
Sturz ca. 10km vor dem Ziel. Moncassin rappelte sich sehr schnell wieder
auf, aber noch im Ziel rann Blut von seiner linken Hand.
Am Mittwoch steht die vierte Etappe von Paris-Nizza auf dem
Programm. dann geht es über 194km von Nevers nach Vichy.
39km vor dem Ziel ist mit dem Beau Louis (825m) eine mittlere
Steigung zu bewältigen.