08.01.97 - Marco Pantani kann in diesem Jahr seine Vorbereitung viel
gelassener angehen als vor einem Jahr, als er, gerade mal wieder erholt von
seinem schrecklichen Unfall von 1995, nicht wußte, ob er je
den Anschluß an die Weltspitze wieder schaffen würde.
Der "Pirat" trainiert zur Zeit noch bei sich zu Hause in Cesenatico,
Mitte Januar wird er dann sein Team im Trainingslager treffen.
Auf dem Programm stehen täglich mindestens drei Stunden Training,
die meiste Zeit mit der Starrnabe.
Doch der Kletterspezialist, der in diesem Jahr große Ambitionen
bei der Tour hat, geht 1998 auch neue Wege.
Erstmals überhaupt läßt sich Pantani vom Ausrüster
eine Zeitfahrmaschine maßschneidern. Mit einem Prototyp von
Bianchi experimentiert
Pantani gerade, demnächst sogar im Windkanal. Bei den Einzelzeitfahren will Pantani so noch die
ein oder andere Minute gegenüber Zeitfahrspezialisten wie Jan Ullrich
aufholen.
Neuerung hin oder her- die Vorbereitung auf 1998 kann Marco Pantani
jedenfalls gelassener angehen als die auf die Saison 1997.
"Viele Dinge haben sich geändert," sagt Pantani. "Letztes Jahr
habe ich viel früher mit der Vorbereitung angefangen aber im Kopf
hatte ich immer die Frage, ob ich je wieder ganz zurückkehren würde.
Ich hatte viele Zweifel." Diese Zweifel hat der "Pirat" 1997 spätestens
in Alp d'Huez und Morzine beseitigt. "Die Saison 1997 hat mir Antworten gegeben
und ich bin jetzt viel gelassener."
[Gazzetta dello Sport]