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Italienische Meisterschaften
Das meisterliche Comeback von Michele Bartoli
Bartoli glücklich: "Ich wollte oft alles hinschmeißen" / Dank an Tafi und Scinto

  25.06.00 - Die italienischen Meisterschaften am Sonntag in Triest wurden zum Rahmen des großen Comebacks von Michele Bartoli (Mapei), der erst jetzt so langsam die
schweren Sturzverletzungen, die er sich im Juni 1999 bei der Deutschland-Rundfahrt zugezogen hatte überwunden hat. Der Toskaner, der bereits bei der Tour de Suisse auf einen Comeback-Sieg gehofft hatte, gewann nach 228km mit einer halben Minute Vorsprung vor Gilberto Simoni (Lampre) und Daniele Nardello (Mapei).

Der Kurs der italienischen Meisterschaften der Profis in Triest, der ursprünglich 247km lang sein sollte, wurde von den Organisatoren wegen schlechtem Wetter von vornherein verkürzt auf 228km.

Michele Bartoli war in dieser Saison noch nicht allzu viel gefahren. Immer noch machten ihm Spätfolgen seiner schweren Knieverletzung, die er sich vor etwas mehr als einem Jahr bei der Deutschland-Tour am 2. Juni 1999 zuzog, zu schaffen. Eine Woche vor der Tour de France, bei der Bartoli starten wird, zeigt sich der Weltcup- Gesamtsieger von 1997 und 1998 wieder in ausgezeichneter Form.

"Das Trikot heute geholt zu haben macht mich sehr glücklich", sagte der 30-Jährige aus Pisa. "Ich komme nun aus einer schwarzen Periode, in der ich oft alles hinschmeißen wollte. Es ist sicherlich nicht ein so prestigeträchtiger Sieg wie Lüttich - Bastogne - Lüttich (das Bartoli 1997 und 1998 gewann, die Red.) oder der Wallonische Pfeil (gewann er 1999). Aber es hat sehr große Bedeutung für mich. Ich bin wieder auf mein altes Niveau gekommen, das ist die Folge von intensiver Arbeit."

Bartoli wurde am Sonntag perfekt von seinen Mapei-Teamkollegen protegiert. Den Anteil seiner Helfer Andrea Tafi und Luca Scinto an dem Erfolg stellte der neue italienische Meister vor allem heraus. Der jederzeit wachsame Bartoli ließ sich am Ende des Rennens auch nicht mehr überraschen, als Gilberto Simoni attackierte. . Vier Kilometer vor Schluß schülltelte Michele Bartoli alle eine Mitausreißer ab und erreichte das Ziel als Solist mit 32 Sekunden Vorsprung vor Simoni.

Der italienische Radstar Marco Pantani (Mercatone Uno) war nicht am Start der Meisterschaften. Der "Pirat" zog es vor, sein Trainingsprogramm weiter durchzuführen im Hinblick auf die Tour de France, die am kommenden Samstag beginnt.

Ergebnisse: Nationale Meisterschaften in Europa



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