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Belgische Meisterschaften
30 Jahre nach Vater Eddy holt Axel Merckx den Titel
"Ein Kindheits-Traum wird wahr" / Starker Frank Vandenbroucke auf Platz 2

  25.06.00 - Axel Merckx (Mapei) gewann am Sonntag als Solist das Strassenrennen zur Belgischen Meisterschaft der Profis im wallonischen Rochefort. Der 27-Jährige, der erst vor wenigen Wochen bei einer Etappe des Giro d'Italia
seinen ersten großen Profisieg feiern konnte, holte den Titel 30 Jahre nachdem sein Vater Eddy in Yvoir Meister seines Landes wurde. Zweiter mit 31 Sekunden Rückstand wurde Frank Vandenbroucke (Cofidis) vor Rik Verbrugghe (Lotto).

Nach der Zieldurchfahrt spielten sich in Rochefort rührende Szenen ab. Eddy Merckx explodierte fast vor Glück und erdrückte seinen Sohn fast vor Begeisterung. Aus den Händen des belgischen Königs Albert II. erhielt der Mapei-Profi sein Meistertrikot.

Merckx hatte sich aus einer kleinen Spitzengruppe u.a. mit Vandenbroucke und Johan Museeuw absetzen, schnell einen Vorsprung herausfahren und schließlich dem Konter des Duos Vandenbroucke und Verbrugghe widerstehen können. Den Sprint um Platz vier gewann mit 57 Sekunden Rückstand auf den Sieger Tom Steels (Mapei) vor seinen Teamkollegen Johan Museeuw und Kevin Hulsmans. Das italienisch-belgische Spitzenteam Mapei stellt damit inklusive dem Sieger vier der ersten sechs Fahrer.

"Heute ist ein Kindheitstraum wahrgeworden", sagte Axel Merckx nach dem Rennen. "Ich bin glücklich. Und ich bin stolz, dass ich dieses Trikot ein Jahr lang tragen darf." Der neue belgische Meister wird nicht bei der Tour de France am Start sein.

Die belgische Tourhoffnung Frank Vandenbroucke zeigte sich indessen sehr enttäuscht über den undankbaren zweiten Platz, war aber zufrieden über seine Form. "Ich bin gut gefahren, aber Mapei war zu viert am Schluss und es war für mich eine Mission Impossible", sagte der Cofidis-Profi in die Mikrophone des französischsprachigen belgischen TV-Senders RTBF. "Aber wir auch immer: Ich werde nicht zu 100 Prozent in Form sein bei der Tour de France. Es wird schwer hinsichtlich des Gesamtklassements. Aber die Tour beginnt auch erst richtig in den Bergen nach zehn Tagen. Das gibt mir etwas Zeit, um meine Form noch zu verbessern."

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