30.12.02 (rsn) - Soviel und doch sowenig
fehlte und Ex-Telekomprofi Bert Dietz hätte im kommenden
Jahr eine große deutsch-italienische GS-II-Mannschaft
geleitet und wäre mit ihr u.a. beim Giro gestartet. Der Vertrag mit
einem Sponsor war längst unterschrieben,
dann machte der Sponsor Ende November in letzter Minute einen Rückzieher als
es darum ging, einen Teil der vereinbarten Summe zu bezahlen.
Nachdem die Träume geplatzt waren, sammelte Dietz
die Scherben auf und wird nun 2003 wieder mit seiner Münchner GS-III
antreten.
Der Profi-Rennstall der Münchner RSG Olympiapark
war in dieser Saison als "LTA Quattro-Logistics"
unterwegs, allerdings hatte man mit den beiden Sponsoren
wenig Glück. Beide gingen schon früh im Jahr pleite.
Teamchef Bert Dietz hangelte sich mit großem
persönlichem Einsatz mit seiner Truppe durch die
Saison. Die Mannschaft konnte
dank der ausgezeichneten Kontakte von Dietz
und Sportlichem Leiter Heinrich Hinterholzer
für eine deutsche GS-III ein beachtliches
Rennprogramm vorweisen, sie startete etwa
nicht nur bei Bayern- und Rheinland-Pfalz-Rundfahrt,
sondern sogar bei der Österreich-Rundfahrt (Kat.2.2)
und bei Profi-Rennen in Italien, bei denen
normalerweise nicht mal deutsche GS-II eingeladen werden..
Auch im nächsten Jahr wird es die Mannschaft geben,
wenn auch verkleinert.
"Wir haben mit der Firma Merlin Logistik einen Sponsor
von letzter Saison halten können. Vielleicht
können wir im Januar noch den ein oder
anderen Sponsor hinzu gewinnen. Wir werden einen neun- bis zehnköpfigen
Kader haben und wir hoffen, dass wir unseren
Fahrern wieder ein ordentliches Rennprogramm bieten
können. Zahlen können wir leider nicht viel",
sagt Dietz, der seinen Job bei dem Team ehrenamtlich
ausübt und sein Geld künftig mit einem Radgroßhandel
verdienen will.
Bekanntester Fahrer bei "Merlin" wird
der 26 Jahre alte Ronny Lauke sein, der bereits Profi war bei
Agro Adler (1999-2001) und Team Nürnberger (2002).
Auch der 24 Jahre alte Marco Appler, der letztes
Jahr sein Profi-Debüt bei Wiesenhof Leipzig
gab, hat Profierfahrung.
Ansonsten baut das Team auf
vielversprechende deutsche U23-Nachwuchsfahrer, die es 2003
ganz schwer haben weiterzukommen,
nachdem zwei deutsche GS-II-Teams zumachten und
von allen Profi-Teams nur Wiesenhof
Neopros aus dem U23-Bereich engagierte.
In München wird der Cottbuser U23-Nationalfahrer Steffen Lockan (bisher Lotusan)
sich für weitere Aufgaben zu empfehlen versuchen.
Auch der starke U23-Mann Artjom Botchkarev (bisher Köln-Porz)
soll an die Isar gelockt werden.
Aus dem bisherigen Münchner Team bleiben werden Viktor März,
Sebastian Denke, Karsten Volkmann,
Robert Scepurek und der Geraer Dennis Haueisen,
übrigens Sohn des einstigen Bahn-Weltmeisters Lutz Haueisen.
Merlin Logistic 2003 (GS-III)
- Teamchef Bert Dietz, Sportlicher Leiter Heinrich Hinterholzer
- Kader: Ronny Lauke (von Team Nürnberger),
Steffen Lockan (bisher Lotusan Cottbus)
Viktor März,
Sebastian Denke,
Karsten Volkmann,
Robert Scepurek,
Dennis Haueisen (alle auch bisher bei München),
Marco Appler (bisher Wiesenhof),
Samuel Farun; Artjom Botchkarev (Porz/Verpflichtung geplant).
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