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Unruhe beim belgischen "Lotto"-Team

02.12.99 - Beim belgischen GS-I-Rennstall "Lotto" unter der Leitung von Sportdirektor Jean-Luc Vandenbroucke gibt es immer noch Unruhe über die Organisationsstruktur im kommenden Jahr. Auch auf der Suche nach einem neuen Co-Sponsor ist man noch nicht fündig geworden.

Nach dem Ausscheiden des Co-Sponsors der letzten beiden Jahren, des Mobilfunk-Unternehmens "Mobistar", ist der Lotto-Rennstall weiter auf der Suche nach einem Nachfolger. Das Unternehmen "Vosschemie", das in der Vergangenheit schon kleinere Profi-Teams sponsorte, hatte Interesse gezeigt, doch die Führung der Lotto-Mannschaft sagte bis zum vereinbarten Termin nicht zu, woraufhin "Vosschemie" wieder absprang. Der Rennstall hofft nun, einen anderen Zweitsponsor zu finden.

Auch die organisatorischen Probleme des Teams von Weltcup-Sieger Andrej Tchmil sind noch nicht gelöst. Die Unternehmsführung der Lotteriegesellschaft "Lotto" möchte, dass Sportdirektor Jean-Luc Vandenbroucke die Verantwortung für administrative und finanzielle Dinge abgibt, womit der jedoch nicht einverstanden ist.

Vor einem Monat hatte "Lotto" für Schlagzeilen gesorgt, als man neue Rennfahrer verpflichtete und der Sportliche Leiter Vandenbroucke davon durch die Medien erfuhr. "Es ist das erste Mal in elf Jahren, dass mir so etwas passiert", hatte der Onkel von Radstar Frank Vandenbroucke damals erklärt.

Spannungen und Unruhe bei Lotto kommen eigentlich überraschend nach einer Saison, in der das Team mit Andrej Tchmil den Weltcup-Sieger stellt und das Jahr in der Teamwertung der UCI als Nr. 10 von 22 Mannschaften abschloss.

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