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Sprint-Weltmeister zur "International Keirin" in Japan
Van Eijden: "Danach werde ich wohl Sushi mögen"

18.12.00 (rsn) - Sprintweltmeister Jan van Eijden hat eine Einladung zum «2001 International Keirin» in Japan angenommen. Die bedeutende Rennserie findet vom 1. März bis 30. April statt. "Ich freue mich unheimlich auf die neun Wochen in Japan.
'International Keirin' ist für uns Bahnsprinter das, was die Tour de France für einen Strassenfahrer ist", so van Eijden am Montag gegenüber RADSPORT-NEWS.COM.

Nur ganz wenigen europäischen Bahn-Fahrern wird jedes Jahr die Ehre zuteil, zur internationalen Keirin-Serie nach Japan eingeladen zu werden. 2001 sind dies neben dem Dudenhofener Sprintweltmeister u.a. der französische Olympiasieger Florian Rousseau, Ex-Weltmeister Martin Nothstein (USA), Shane Kelly (Australien), Ainars Kiksis (Lettland) und Pavel Buran (Tschechien).

Der Chemnitzer Jens Fiedler, zweifacher Keirin-Weltmeister und Doppel-Olympiasieger im Sprint, ist in Japan ein Star. Fünf Mal bereits war "Fiedel" bei der lukrativen Japan-Tournee dabei. "Ich werde im nächsten Jahr zum ersten mal in Japan dabei sein, da werde ich vorher nochmal Jens nach seinen Erfahrungen befragen", sagt Van Eijden, für den mit der Einladung nach Japan ein Traum in Erfüllung geht. "Als Bahnsprinter musst du in deiner Karriere Olympia fahren, die WM, ein Sechstagerennen und die internationale japanische Keirin-Serie."

Keirin in Japan hat mit der bei Weltmeisterschaften und Olympia gefahrenen Sprintvariante eigentlich nur den Namen gemeinsam. "In Japan ist der Original-Keirin fast schon eine eigene Sportart", sagt van Ejden. "Alle fahren das gleiche Material, vorneweg fährt in den ersten Runden kein Motorrad, sondern ein Schrittmacher auf dem Rad. Und dann sind die Bahnen nicht wie bei uns 250 Meter lang, sondern 400 bis 600 Meter."

Keirin in Japan - das ist eine ernste Angelegenheit.
Hintergrund
  • Keirin - Der japanische Kamikaze-Sprint
  • 4.000 Keirin-Profis (!) fahren jährlich auf 50 Bahnen rund 40.000 Rennen. Keirin in Japan ist Big Business: Am Wettschalter werden jährlich rund 20 Milliarden DM umgesetzt. "Das ist wie Pferderennen bei uns", schmunzelt Jan van Eijden, für den der neunwöchige Japan-Trip auch eine Fahrt ins Ungewisse ist: "Sushi mag ich eigentlich gar nicht. Aber nach den neun Wochen werde ich es dann wohl lieben..."

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    30.10.00 Interview mit Sprint-Weltmeister Jan van Eijden
    28.10.00 Bahn-WM: Van Eijdens langer Weg aus Jens Fiedlers Schatten




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