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GS-III-Team will zur Deutschland-Tour
"Hohenfelder Concorde" hat ehrgeizige Ziele

12.12.99 - Für Mannschaften in der Kategorie "GS-III", die an der Schnittstelle zwischen "Amateur"- und "Profi"-Team einen mitunter schwierigen Balance-Akt zu bewältigen haben, ist es nicht leicht, sich zu behaupten. Gute Fahrer gibt es nicht umsonst und Sponsoren wollen ihr Logo bei möglichst grossen Rennen sehen. Der deutsche GS-III-Rennstall "Hohenfelder Concorde" trotzte den Schwierigkeiten und fuhr eine gute Saison 1999 mit 34 Siegen. Für die Zukunft will das in Gütersloh beheimatete Team aber noch viel mehr erreichen.

In der Saison 2000 wollte Teammanager Ole Ternes eigentlich mit einer GS-II-Mannschaft antreten, daraus wurde aber aus finanziellen und juristischen Gründen nichts und man wird wieder mit "Dritt-Liga"-Status in die Millenniumssaison gehen. Entmutigen läß sich Ternes davon jedoch nicht, im Gegenteil: "Wir versuchen nun systematisch ein GS-II-Team für 2001 aufzubauen und langfristig zu planen", so der "Hohenfelder"-Manager.

Überaus ehrgeizige Ziele hat die Mannschaft aus Ostwestfalen jedoch auch bereits für nächste Saison: Man will versuchen, einen medienwirksamen Startplatz bei der Deutschland-Tour zu ergattern. Die deutsche Rundfahrt hat die UCI-Kategorie 2.3, eine GS-III-Mannschaft hat da normalerweise keine Chance auf eine Einladung, doch man will das Unmögliche möglich machen. Teammanger Ternes: "Das Team will ein Zeichen im deutschen Radsport setzen und den Veranstaltern der deutschland tour zeigen, dass auch ein GS-III-Team eine 2.3-Rundfahrt bestreiten kann. Für ein Team unserer Grössenordnung und mit unseren Zielen in der Zukunft, ist es von Bedeutung, eine so medienwirksame Rundfahrt zu bestreiten, da Sponsoren eine Zusammenarbeit davon abhängig machen."

"Hohenfelder Concorde", dessen Sportliche Leitung der letztjährige "Continentale"-Sportdirektor Markus Schleicher übernimmt, wird im kommenden Jahr über einen 12-köpfigen Kader verfügen. Zusammen mit Schleicher kamen von der eingegangenen GS-II "Continentale" die Australier Nick Gates und Peter Rogers, vom Team Nürnberger kam der Niederländer Christian van Dartel und vom Team Cologne der 26 Jahre alte Deutsche Roman Jördens. Verhandelt wird derzeit noch u.a. mit den Ex-Continentale-Profis Hanskurt Brand, Ronny Lauke und Andreas Beikirch.

Ob die Mannschaft im Frühjahr in den wenigen Wochen, die bis zu den Einladungen der am 26. Mai beginnenden Deutschland-Rundfahrt verbleiben, die Organisatoren so beeindrucken können, dass ein Startplatz herauskommt, ist eher fraglich. Zu wünschen ist es dem ehrgeizigen Team allemal, denn viel zu oft fahren deutsche GS-II-Rennställe brav und bedächtig mit, als sei Dabeisein alles. Etwas frischer Wind kann da nicht schaden.

s.a. Story: Überleben im Radsport der untersten Kategorie: Anspruch und Wirklichkeit in GS III-Teams







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