28.02.98 - Peter Van Petegem (TVM) konnte am Samstag
beim Omloop Het Volk seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen.
Das Rennen, das über 202km zwischen Gent und Lokeren weitgehend
auf der Strecke der Flandern-Rundfahrt
stattfindet, ist die traditionelle Eröffnung der belgischen
Radsport-Saison.
Eine Vorentscheidung des Rennens fiel kurz nach einer der längsten jener
für die belgischen Frühjahrsklassiker so typischen
"Kasseien"-Passagen (Kopfsteinpflaster) bei KM 140 als sieben
Rennfahrer angriffen und dem Feld davonfuhren. Die siebenköpfige
Spitzengruppe wurde gebildet von Johan Museeuw (Mapei), Van Petegem,
Andrej Tchmil (Lotto), Max Van Heeswijk (Rabo), Arvis Piziks (Jack&Jones),
Gianluca Bortolami (Festina) und Stuart O'Grady (Gan).
Die sieben konnten ihre Führung im weiteren Verlauf beständig
ausbauen und es war schnell klar, daß der Sieger aus dieser Gruppe kommen
würde, zumal die wichtigsten und stärksten Teams wie Mapei, Rabobank und
Lotto vorne vertreten waren. Die Gruppe arbeitete gut zusammen und solange
noch weitere Kasseien zu bewältigen waren, versuchte auch keiner
der Rennfahrer, aus dieser Gruppe heraus zu attackieren.
Erst ca. 10km vor dem Ziel auf dem letzten Kopfsteinpflaster-Stück
auf den Straßen von Lokeren gab es den ersten Angriff durch Peter Van Petegem.
Petegem konnte sehr schnell 15 Sekunden auf seine Fluchtgenossen herausfahren.
Der Rest der Spitzengruppe reagierte viel zu spät.
Peter Van Petegem kam zu einem ungefärdeten Sieg. Gianluca Bortolami
wurde zweiter, kam 12 Sekunden nach dem Belgier ins Ziel.
Den Sprint um Platz drei gewann der Neu-Belgier Andrej Tchmil.
Petegem im Ziel: "Ich habe am Ende immer auf einen Angriff von
Tchmil gewartet. Als der nicht kam, musste ich selbst eine Flucht
versuchen, im Sprint hätte ich etwa gegen Van Heeswijk keine
Chance gehabt." Für Peter Van Petegem, der aus dem Städtchen Brakel im Herzen von
Flandern stammt, ist ein Sieg in der Heimat besonders schön:
"Jetzt träume ich von einem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt."