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Neue EPO-Nachweise bei der Tour
Entscheidung "heute abend oder morgen früh"

22.06.00 - Die Entscheidung über ein neues Testverfahren zum Nachweis des verbotenen Ausdauermittels EPO ist am Donnerstag vom Radsport-Weltverband UCI verschoben worden. «Die Entscheidung fällt frühestens heute Abend oder morgen früh», erklärte Frankreichs Sportministerin Marie-George Buffet am Donnerstagnachmittag.

Zu diesem Zeitpunkt wollte die UCI eigentlich Grünes Licht für den neuen EPO-Test geben, der ab 1. Juli bei der 87. Tour de France zum ersten Mal zum Einsatz kommen soll. Mit der neuen durch das französische Chatenay-Malabry-Labor bei Paris entwickelten Methode zum Aufspüren des als Blut-Doping-Mittels verwendeten
Hormons Erythropoietin (EPO) soll mehr Transparenz im Kampf gegen Doping geschaffen werden.
Hintergrund
  • Was ist EPO?
  • EPO-Nachweise erstmals bei der Tour
  • UCI-Präsident: "Mißtrauen wird abnehmen"
  • Die "sauberste Tour, die möglich ist"
  • "Heute abend oder morgen hoffe ich, dass die neue EPO-Nachweismethode offiziell abgesegnet werden wird und auch die Forschung im Bereich der Kortikoide weitergebracht wird. Aufgrund der EU-Präsidentschaft Frankreichs sollte es uns auch möglich sein, die Rolle der EU in der internationalen Dopingagentur weiterzubringen", so die französische Sportministerin Buffet.

    Drei vom IOC benannte Ärzte - Jordi Segura (Spanien), Peter Hemmerbach (Norwegen) und Björn Ekblom (Schweden) - haben das neue Testverfahren geprüft und sollten es für praktikabel erklären. Zum ersten Mal kann damit über Urintests zwischen körpereigenem und synthetisch hergestelltem EPO unterschieden werden. Bisher war über Blutkontrollen nur ein Näherungswert gefunden worden, der keinen schlüssigen Doping-Nachweis zuließ. Bei einem Hämatokritwert von über 50 Prozent fester Bestandteile im Blut folgte

    Makabre Werbung Das Unternehmen "BBBiotech" macht in Zeitungsannoncen Werbung mit dem Bild eines Radrennfahrers. Im Text der Anzeige heißt es: "EPO macht nicht nur in der Sportwelt Schlagzeilen"...

    bisher durch die UCI eine Wettkampfverbot für 14 Tage aus «Gesundheitsschutz».

    Die Möglichkeit eines EPO-Nachweises gilt als Durchbruch im Kampf gegen diese Form des Blutdopings. "Kein Fahrer wird mehr mit EPO betrügen können. Wir werden die sauberste Tour haben, die möglich ist", hatte vor kurzem Jacques de Ceaurriz, der Direktor des Labors in Chatenay-Malabry, erklärt.

    21.06.00 EPO-Nachweise bei der Tour: Entscheidung fällt am Donnerstagnachmittag
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