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Tour de France |
Neue EPO-Nachweise bei der Tour Entscheidung fällt am Donnerstagnachmittag
Die drei von der UCI bestallten Wissenschaftler, die das Verfahren seit gut
einer Woche begutachten, werden ihre Ergebnisse am Donnerstag ihren
Auftraggebern bekanntgeben. Das Dopinglabor von Châtenay-Malabry bei
Paris hatte erstmals ein Verfahren entwickelt, mit dem man im Urin künstlich beigegebenes,
biotechnisch hergestelltes EPO von körpereigenem anhand der Molekularstruktur
unterscheiden kann. Bisher konnte EPO-Doping nicht nachgewiesen werden. Der
bekannte Hämatokrittest, dem u.a.
Die UCI hatte drei Bedingungen aufgestellt, damit das in der Sportmedizin
als revolutionär geltende Verfahren innerhalb nur wenigen Wochen
bereits bei der Tour de Frane ab 1. Juli erstmals eingesetzt werden kann.
Die erste Bedingung war die wissenschaftliche Veröffentlichung
des Verfahrens, was am 8. Juni in der britischen Fachzeitschrift Nature
geschah. Weitere Bedingung war die Absegnung des Verfahrens durch eine unabhängige Expertenkommission, in
die der Spanier Jordi Segura, der Norweger Peter Hemmerbach und der Schwede Bo
Berglund berufen worden waren.
Der Präsident der UCI, Hein Verbruggen wird sich am Donnerstag
mit dem Vorsitzenden der medzinischen Kommission der UCI,
Dr. Schattenberg, und dem UCI-Justiziar Verbiest treffen und dann
die Entscheidung fällen, ob die neuen Nachweise bereits bei
der Tour angewandt werden können.
Makabre Werbung Das Unternehmen "BBBiotech" macht in Zeitungsannoncen Werbung
mit dem Bild eines Radrennfahrers. Im Text der Anzeige heißt es: "EPO macht nicht
nur in der Sportwelt Schlagzeilen"...
Die Möglichkeit eines EPO-Nachweises gilt als Durchbruch im Kampf
gegen diese Form des Blutdopings.
"Kein Fahrer wird mehr mit EPO betrügen können. Wir werden die sauberste Tour haben,
die möglich ist", hatte vor kurzem Jacques de Ceaurriz, der Direktor des Labors in
Chatenay-Malabry, erklärt.
15.06.00 EPO-Nachweise: Urteil der Expertenkommission bis zum 22. Juni |