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Tour de France |
DM im "Einer-Strassenfahren" wieder ein Teamwettbewerb Telekom schenkt Rolf Aldag DM-Titel als Trostpreis Telekom ohne Meistertrikot zur Tour de France / GS-II-Teams ohne Chance
Der Ärger über die verpasste Tour-de-France-
Nominierung hat Telekom-Fahrer Rolf Aldag Flügel verliehen. Der 31-
jährige Ahlener aus dem Team Telekom erkämpfte am Sonntag in
Heppenheim in einem turbulenten Meisterschaftsrennen seinen ersten
Bei Regen und kühlen Temperaturen versuchten die Favoriten
ungewöhnlich früh, auf dem schweren Kurs die Weichen zu stellen.
Bereits in der fünften von 14 Runden, die jeweils zwei ruppige, von
vielen Zuschauern gesäumte 18-Prozent-Anstiege enthielten, setzten
sich Titelverteidiger Bölts, der am Vortag Vater eines Sohnes Jan
geworden war, und Andreas Klöden aus dem Telekom-Team sowie der
Franke Jan Bratkowski (Weißenburg/Mercury) aus dem 84 Fahrer
zählenden Feld ab und gewannen schnell eine Minute Vorsprung.
In der neunten Runde aber begann die Zeit von Aldag. Unter dem
Jubel vieler Fans setzte er zu einer Verfolgungsjagd an. «Wenn ich
den Frust über die Nicht-Nominierung für die Tour voll auf die Pedale
bringen würde, könnte mir heute keiner folgen», hatte der Ahlener vor
dem Start gesagt. Mit seinem rundenlangen Solo lieferte einen
eindrucksvollen Beweis. In der zehnten Runde war der 31-Jährige
schließlich heran. Wenig später gelang auch noch Raphael Schweda
(Großlindow/Nürnberger), Steffen Wesemann und Kai Hundertmarck
(Kelsterbach) der Anschluss: Elf Fahrer lagen 60 km vor dem Ziel an
der Spitze, davon sieben aus dem Bonner Star-Team.
Aber auch diese Gruppe hatte nicht lange Bestand. Erst setzte sich
Udo Bölts ab, Steffen Wesemann folgte, und schließlich war auch Jan
Ullrich heran. Und erneut wollte sich der Kämpfer Rolf Aldag nicht
zufrieden geben. Mit einem weiteren Solo arbeitete sich Aldag wieder
an seine Teamgefährten heran. Ullrich wartete sogar kurz und brachte
Aldag als Verstärkung in die Spitze. «Das war toller Mannschafts-
Geist. Die Jungens fahren verdient zur Tour.» Zwei Runden vor Schluss
hatte der Telekom-Vierer bei seinem Mannschaftszeitfahren 1:46
Minuten Vorsprung, nur noch einer von diesen Vieren konnte gewinnen.
In der Schlussrunde setzte der Ahlener noch einmal alles auf eine
Karte. Nur noch Wesemann konnte mithalten.
Bereits am Samstag hatte die Berlinerin Hanka Kupfernagel als
Solistin mit acht Minuten Vorsprung den Sieg erobert. Damit feierte
die Ausnahme-Könnerin bereits ihren 18. Meistertitel. (s. Story dazu)
(dpa/Red.)
Ergebnisse: DM in Heppenheim |