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Tour de France |
Deutsche Meisterschaften "Wenn ihr mitfahren wollt, dann fahrt doch" Bundestrainer: "Kupfernagel, Roßner und Teutenberg zu Olympia"
In der hessischen Weinstadt Heppenheim hätte sich die Ausnahme-
Rennfahrerin aussuchen können, wer sie beim Olympia-Rennen in Sydney
im Kampf um eine Medaille unterstützen soll. Neben der auch schon
qualifizierten Petra Roßner (Leipzig) hatten noch Ina-Yoko Teutenberg
(Bonn) oder Vera Hohlfeld (Erfurt) die Chance auf den dritten
Startplatz. «Wenn ihr mitfahren wollt, dann fahrt mit, wenn nicht,
dann eben nicht», schilderte die alte und neue Titelträgerin den
Gedanken beim Alleingang schon nach 28 km, mit dem sie jede
Parteinahme vermeiden wollte.
Der Rest vermied ängstlich jede Aktivität. So konnten auf der
Schlussrunde sogar noch Außenseiterinnen wegfahren, denn die Olympia-
Kandidatinnen belauerten sich weiter und kämpften schließlich um Rang
acht, den Ina-Yoko Teutenberg für sich entschied. «Ich bin nicht
glücklich, aber Teutenberg ging mit einem Vorsprung von elf Zählern
im internen Punktsystem ins Rennen und hat den verteidigt. Ich werde
Kupfernagel, Roßner und Teutenberg für Olympia vorschlagen», erklärte
Bundestrainer Jochen Dornbusch.
Hanka Kupfernagel hatte an diesem Tag ganz andere Sorgen. Die
Titelverteidigerin wollte erst nicht starten, weil sich Trainer und
Ehemann Torsten Wittig-Kupfernagel durch eine Jury-Entscheidung
benachteiligt fühlte. Dann stürzt sie auf einer rasanten Abfahrt und
verletzte sich am Knie und Ellenbogen, und schließlich musste sie im
Organisationsbüro für Startgeld und Startnummern ihrer
Teamkolleginnen mehr bezahlen, als im Briefumschlag mit der
Siegerprämie überhaupt enthalten war. «Ich betreibe die falsche
Sportart», stöhnte sie.
Jürgen Strauß, dpa
Ergebnisse: DM in Heppenheim |