Telekom fährt nach Plan: Erik Zabel neuer Deutscher Meister
05.07.98 - Wenn es um die Deutsche Meisterschaft der Radsport-Elite
geht, heißt es alle Jahre wieder: "Telekom gegen den Rest".
Und daß tatsächlich ein anderes deutsches Team der
einzigen deutschen GS-I-Sportgruppe den Sieg irgendwie
wegschnappen könnte- daran glaubt eigentlich niemand. So bleibt
stets die einzig spannende Frage, für wen nun Telekom fahren wird,
aber auch das ist nicht so furchtbar schwer vorherzusagen.
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tippte bereits am Freitag auf Erik Zabel, weil er einfach mal "dran" war.
Und so kam es denn schließlich auch am Sonntag in Rheinfelden.
In der Schlußrunde
fuhr Telekom das Peloton auseinander, Jan Ullrich machte auf den letzten Kilometern die
Lokomotive für Zabel und der Milan-San Remo-Sieger konnte
schließlich einem in jeder Hinsicht ungefährdeten Sieg
entgegenfahren.
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Die drohende Telekom-Dominanz hatte bereits vor dem Start eine ganze
Reihe von Rennfahrer zur Aufgabe bewogen. Von den gemeldeten 144 Rennfahrern
gingen am Sonntag morgen schließlich
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Europas Meister
Deutschland: Erik Zabel (Telekom)
Belgien: Tom Steels (Mapei)
Spanien: Angel Casero (Vitalicio)
Frankreich: Laurent Jalabert (ONCE)
Italien: Andrea Tafi (Mapei)
Holland: Michael Boogerd (Rabobank)
Schweiz: Niki Aebersold (Post Swiss)
Russland: Serguei Ivanov (TVM)
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nur 89 Fahrer auf den relativ
schweren 16km-Kurs, der insgesamt 13 Mal zu absolvieren war.
Michael Schlickau vom Kölner Gerolsteiner-Team wollte
sich hingegen nicht kampflos der Bonner Telekom-Truppe ergeben.
Der 29jährige setzte sich im ersten Drittel des Rennens
vom Feld ab und konnte einen Vorsprung von bis zu drei Minuten
herausfahren. Fast 100km dauerte die beherzte Solo-Flucht
von Schlickau, erst in der neunten Runde war sein Abenteuer
schließlich vorüber.
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Alle Jahre wieder...
Die deutschen Meister der letzten Jahre:
1993 Bernd Gröne (Telekom)
1994 Jens Heppner (Telekom)
1995 Udo Bölts (Telekom)
1996 Christian Henn (Telekom)
1997 Jan Ullrich (Telekom)
1998 Erik Zabel (Telekom)
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In dieser neunten Runde fiel auch eine Vorentscheidung.
Eine hochkarätige Gruppe setzte sich vom
Feld ab. Mit Jan Ullrich, Udo Bölts, Jens Heppner, Rolf Aldag,
Erik Zabel (alle Telekom) sowie den beiden
Legionären Jens Voigt (Gan) und Jörg Jaksche (Polti)
waren praktisch alle Fahrer,
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denen ein Eingreifen in die
Entscheidung zuzutrauen war, in der Spitzengruppe. Sascha Henrix und
Grischa Niermann (beide Continentale) machten die neunköpfige
Spitzengruppe komplett.
Zu Beginn von Runde 11 setzten sich dann Toursieger Jan Ullrich
zusammen mit dem zweimaligen Milan-San Remo-Gewinner Erik Zabel
aus der Spitzengruppe ab. Die restlichen Fahrer der Kopfgruppe
wollten bzw. konnten nicht folgen. Ullrich und Zabel fuhren
auf den restlichen 30 Kilometern locker einen 3-Minuten-Vorsprung
heraus. 1.000 Meter vor dem Ziel trat Erik Zabel an und
fuhr einen in jeder Hinsicht ungefährdeten Sieg heraus.
Titelverteidiger Ullrich, der an diesem Sonntag für einen Tag in die
Helferrolle geschlüpft war, freute sich im Ziel riesig über
Zabels Sieg. Das Telekom-Starduo lag sich minutenlang in den Armen.
Mehr Spannung als bei den Männern war auch beim Frauen-Rennen,
das bereits am Samstag ausgetragen worden war, nicht aufgekommen.
Die haushohe Favoritin Hanka Kupfernagel (Greenery Hawk)
ließ ihrer Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.
Die Weltranglisten-Erste hatte bereits früh attackiert.
Am Ende gewann die 24jährige nach 112 Rennkilometern
mit einem Vorsprung von 3:38 Minuten vor der Bahn-Weltmeisterin
Judith Arndt.
Ergebnisse - Deutsche/Nationale Meisterschaften 1998
03.07.98 Alle Jahre wieder: Telekom gegen den Rest bei der Deutschen Meisterschaft