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Tour de France |
Juristischer Kampf um Tourzulassung Delatour-Equipe greift nach dem letzten Strohhalm
Wie am Mittwoch aus dem Umfeld von Delatour-Anwalt Jakubowicz
verlautete, sollen mit dem neuerlichen Antrag auf Erlass einer
Einstweiligen Verfügung ("référé") die
Tour-Organisatoren gezwungen werden, die Mannschaft doch
noch zum Rennen zuzulassen.
Dieser zweite Antrag, über den das Tribunal de grande instance (Landgericht)
in Nanterre am Donnerstagnachmittag verhandeln wird,
erfolgt einen Tag nach der Stellungnahme durch
den Präsidenten des französischen Radsportverbands FFC,
Daniel Baal in dem Fall. Baal hatte den Tourorganisatoren bescheinigt,
auch bei der Einladung der letzten drei Teams am 31. Mai
die Regeln des internationalen Radsportverbandes befolgt zu haben.
Kelme, Bonjour und Memorycard erhielten damals die so genannten Wildcards.
Die Delatour-Equipe und der Chef des Hauptsponsors, der
Juwelierkette "Jean Delatour" ist der Auffassung, dass
die Nichteinladung einem ungerechtfertigtem "Ausschluss" gleichkäme.
Anwalt Jakubowicz hatte im Namen seines Mandanten u.a.
erklärt: "Man hat an unserer Stelle
die dänische Memorycard-Mannschaft eingeladen, deren
Leader vor wenigen Wochen bei der Flandern-Rundfahrt wegen eines
erhöhten Hämatokritwertes ausgeschlossen wurde. Doping oder nicht spielt hier gar keine Rolle.
Die Sociéte braucht ein dänisches Team wegen
der TV-Übertragungen in Dänemark."
Beobachter rechnen nicht damit, dass Delatour am Donnerstag in allerletzter Minute
noch eine Zulassung zur Frankreich-Rundfahrt erzwingen kann.
27.06.00 Delatour: Verbandspräsident Baal: Société hat "Regeln befolgt" |