25.06.98 - Der Kolumbianer Hernan Buenahora (Vitalicio) gewann am Donnerstag
die Vuelta a Catalunya. Die 8. und letze Etappe, ausgetragen über
189,9km in den Pyrenäen mit Start und Ziel in Andorra, gewann
der Spanier Fernando Escartin (Kelme).
Buenahora, der die Führung in der Gesamtwertung am Vortag
übernommen hatte, kam in einer 4köpfigen Spitzengruppe
ins Ziel in der Hauptstadt des Pyrenäen-Fürstentums
Andorra. Den Schlußsprint entschied Escartin für sich,
Zweiter wurde Jean-Cyril Robin (US Postal) vor dem Österreicher
Georg Totschnig (Telekom). Zeitgleich mit Escartin überquerte
Bueanahora als vierter die Ziellinie.
Das Spitzenquartett hatte sich 21km vor dem Ziel
auf Initiative von Buenahora vom Feld abgesetzt. Abraham Olano,
der als Zweiter in der Gesamtwertung in die Etappe gegangen war,
und als Buenahoras größter Konkurrent im Kampf um die
Gesamtführung galt, mußte Buenahora ziehen lassen.
Olano verlor in der Folge 1:42 Minuten auf den Kolumbianer und
fiel im Gesamtklassement zurück auf Platz 6.
"Ich hätte nicht gedacht, daß dies das Rennen sein
würde, wo ich endlich einmal den Gesamtsieg hole", so
Buenahora nach seinem ersten großen Sieg in 8 Profijahren.
"Ich hatte langsam genug davon, immer gute Plazierungen
herauszufahren, einem Platz auf dem Podium ganz nahe zu sein und
am Ende doch wieder nur den Ehrenplatz zu belegen." Buenahora weiter:
"Es ist wie ein Traum. Das Ziel unseres Teams waren zuerst die
Etappensiege, aber als ich das erste Mal gewann, haben wir
gemerkt, daß die Gesamtwertung kein Traum bleiben muß, da
die Favoriten nicht so gut fuhren oder keine Risiken eingehen wollten."
Mit Buenahora und seinem Vitalicio-Team wird nun auch
bei der Tour de France zu rechnen sein: "Die Moral für die Tour
geht mit diesem Sieg nach oben", sagt Buenahora. "Wir haben den
Sieg in einem bedeutenden Etappenrennen geholt und Casero, unser
Kapitän bei der Tour holte auch noch eine Plazierung im
Gesamtklassement."