24.03.98 - Der Schweizer Rolf Järmann (Casino) gewann
am Dienstag die zweite Etappe der Katalanischen Woche.
Der Tirreno-Sieger
attackierte aus einer etwa 20köpfigen Spitzengruppe
heraus 12km vor dem Ziel und brachte einen Sekunden-Vorsprung
bis ins Ziel. Ein stürmischer Wind hatte die Etappe
durcheinandergewirbelt.
Starker Gegenwind hatte dem Fahrerfeld zu schaffen gemacht,
eine Verspätung von über einer Stunde auf die
Marschtabelle war die Folge. Ca. 55km vor dem Ziel riß
das Hauptfeld aufgrund des Windes auseinander und es fand sich eine
30köpfige Spitzengruppe zusammen, die die Situation
sogleich ausnutzte und eine gut harmonierende Fluchtgruppe
bildete. In der Spitzengruppe waren u.a. Laurent Jalabert (ONCE),
Alex Zülle (Festina) und Fernando Escartin (Kelme).
Aus dieser Gruppe heraus attackierte Järmann dann. Der Schweizer
schreibt in seinem Online-Tagebuch dazu:
"Wir waren noch 22 Fahrer, als ich 12 km vor dem Ziel angriff. 12 km können
unendlich lang sein, vor allem wenn man nie mehr als 15 Sekunden Vorsprung hat. Ich konnte dann
aber noch 4 Sekunden über die Linie retten, auf den letzten 100 m habe ich
sicher noch 5 Sekunden verloren, aber ich musste es einfach geniessen."
Mit seinem Sieg übernahm Järmann auch die Führung
im Gesamtklassement.
Unter den Abgeschlagenen, die nicht in der ersten Spitzengruppe waren,
u.a. Abraham Olano, Marco Pantani und Jan Ullrich. Ullrich kam
mit 9:27 Minuten Rückstand als 119. ins Ziel.
Am Mittwoch steht die dritte Etappe an. Dann geht es über 174km
von Castello d'Empuries nach Rasos de Peguera. Mehrere Berge
der zweiten und dritten Kategorie lassen eine spannende
Kletteretappe erwarten.