"Paket-Affäre" von De Panne
Gianni Bugno zu Bewährungsstrafe verurteilt
10.12.02 (rsn) - Der ehemalige italienische Radprofi Gianni Bugno
ist am Dienstag von einem Gericht im flämischen Kortrijk
zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden
wegen des Kaufs von Amphetaminen im Zusammenhang mit der Paketaffäre,
die vor drei Jahren am Rande der "Drei Tage von De Panne"
für Schlagzeilen sorgte.
Neben Bugno, dessen Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wurde,
sind drei weitere Personen in dem Fall wegen
Verstößen gegen Arzneimittel- und Anti-Dopinggesetze verurteilt
worden zu gleichen Strafen. Dabei handelt es sich um
Giacomo Bugno, Vater des Doppel-Weltmeisters,
den ehemaligen Mapei-Pfleger Tiziano Morassut und
den belgischen Ex-Profi Edouard Vanhulst.
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An Ostern 1999 war es bei dem
Frühjahrsrennen "Drei Tage von De
Panne" zu einem Eklat gekommen als die
belgische Polizei
ein Päckchen abfing, das von dem
damaligen
Mapei- Pfleger Tiziano
Morassut beim
Paketdienst DHL
aufgeben worden war.
Der Versender, dem
das Päckchen bei
einer Routineüberprüfung verdächtig vorgekommen war, alarmierte
die Polizei. Diese fand in dem Paket Amphetamine.
Empfänger der Sendung
war eine Adresse in Monza - Gianni Bugnos
Wohnsitz.
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Gianni Bugno |
Im Zusammenhang mit dem Paketfund wenige Monate nach dem
großen Tour-Dopingskandal von 1998 hatte eine spektakuläre
Polizeiaktion bei den "Drei Tagen" für Schlagzeilen und großen
Ärger im Peloton gesorgt. Die belgische Polizei hatte in einer
aufsehenerregenden Aktion die dritte Etappe
nach zwei Kilometern unterbrochen, um die Rennfahrer
der Mapei-Mannschaft zu Zeugenvernehmungen mitzunehmen. Der
Mapei-Pfleger, der - wie sich heraustellte - auf eigene Faust
handelte, war von Mapei entlassen worden.
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