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Hanka Kupfernagel siegt auch auf einem Leihrad

27.06.98 - Die Weltranglisten-Erste Hanka Kupfernagel vom Berliner Greenery Hawk-Team fährt weiter von Sieg zu Sieg. Zum Auftakt der Tour de Bretagne der Radsportlerinnen in Frankreich gewann die 24jährige das Zeitfahren über sechs Kilometer mit Start und Ziel in Briec.

Auf einem geliehenen Rad verwies sie nach 7:35 Min. die Straßen-Olympiasiegerin von 1992, Kathy Watt (AUS/14 Sek. zur.), und die Britin Yvonne McGregor (22 Sek. zur.) auf die Plätze.

Dabei stand der Start der Berlinerin bei diesem Etappenrennen, das sie bereits im Vorjahr für sich entscheiden konnte, unter keinem guten Stern. "Zunächst ging der Air France-Flug von Berlin nach Paris zu spät los. Dann verpaßte ich wegen der Verspätung auch noch den Anschluß nach Brest", so Kupfernagel. Nach über sechs Stunden Aufenthalt auf dem Flugplatz Charles de Gaulle wollte die französische Fluggesellschaft die beste Radsportlerin der Welt zunächst auch mit der nächsten Maschine nicht mitnehmen. Mit einigem Verhandlungsgeschick gelang es schließlich doch und nachts um ein Uhr landete Kupfernagel in Brest, wo schon der nächste Schrecken auf sie wartete.

"Weder mein Gepäck noch mein Straßenrad oder die Zeitfahrmaschine kamen an," war die neunfache Deutsche Meisterin enttäuscht. So mußte Kupfernagel auf einem Leihrad beim Zeitfahren starten.


Hanka Kupfernagel weiter vom Pech verfolgt

27.06.98 - Hanka Kupfernagel vom Berliner Greenery Hawk-Team führt nach der zweigeteilten ersten Etappe die Gesamtwertung der Tour de Bretagne für Radsportlerinnen an. Der 24jährigen genügte nach dem Vormittags-Erfolg beim Zeitfahren am frühen Abend beim Straßenrennen von Briec nach Landerneau über 90 Km ein zweiter Rang zur Verteidigung der Spitzenposition. Etappensiegerin wurde Kathy Watt (AUS), die sechs Sekunden vor Kupfernagel über die Ziellinie fuhr. Rang drei ging an Monika Valvik (NOR/2:00 Min. zur.)

Dabei war für die Berlinerin auch auf dem zweiten Teilstück ein Erfolg in Reichweite. Nach einem Sturz in der Anfangsphase des Rennens stellte sie schnell wieder den Kontakt zum Feld her und setzte sich 30 Km vor dem Ziel mit Watt von den restlichen Konkurrentinnen ab. Ein Bruch der Sattelstütze an Kupfernagels Rennmaschine sorgte dann fünf Kilometer vor dem Ziel für die Vorentscheidung zugunsten der australischen Olympiasiegerin von 1992.

Während Kupfernagel das Rad wechseln mußte, fuhr Watt einem ungefährdeten Sieg entgegen. "Das Pech läßt mich zur Zeit nicht los", haderte die Weltranglisten-Erste mit dem Schicksal. Auch ihr Gepäck und ihre Rennmaschinen, die beim Flug von Berlin über Paris nach Brest verloren gegangen sind, konnten von der Fluggesellschaft noch nicht wieder aufgefunden werden.








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