90.Berliner Sechstagerennen
Olympiasieger Fulst/McGrory vorn nach erster Nacht
"Zwölf-Tages-Rennen" / Samstag im nächsten Jahr schon ausverkauft
26.01.01 (dpa/rsn) - Zwei Olympiasieger von Sydney haben nach der
ersten Nacht des 90. Berliner Sechstagerennens die Führung
übernommen. Der 30-jährige Berliner Guido Fulst, Goldmedaillen-
Gewinner im Bahnvierer, und sein australischer Partner Scott McGrory,
Sydney-Gewinner im Zweier-Wettbewerb, haben sich unter dem Jubel des
Berliner Publikums an die Spitze der 18 Mannschaften gesetzt.
Wettbewerben, die Spitze mit fünf
Punkten Vorsprung vor den rundengleichen Rolf Aldag/Silvio Martinello
(Ahlen/Italien) und den nur einen Punkt dahinter rangierenden
Weltmeistern Stefan Steinweg/Erik Weispfennig zu erobern.
Der deutsche Straßenmeister Aldag und sein erfahrener Begleiter
Martinello hatten vor gut 10 000 Zuschauern die erste Jagd vor den
Serien-Sechstage-Siegern der letzten Jahre, Bruno Risi/Kurt Betschart
(Schweiz), gewonnen. In der zweiten Jagd gegen Mitternacht hatten
sich die Italiener Marco Villa/Adriano Baffi vor dem Dänen Jimmi
Madsen und Olympiasieger Jens Lehmann (Leipzig) behauptet.
Nahezu alle Teilnehmer waren direkt aus Stuttgart angereist, wo
erst am Abend zuvor das vorletzte Sechsttage-Spektakel der Saison zu
Ende gegangen war. «Für uns ist das praktisch ein Zwölf-Tage-Rennen,
denn wir hatten keine Pause dazwischen», sagte der zweimalige
Olympiasieger Fulst. So machten sich schon am ersten Abend einige
Ausfälle bemerkbar. Altmeister Etienne de Wilde (Belgien), mit 42
Jahren der Senior im Feld, musste wegen den Nachwirkungen eines
Sturzes von Stuttgart neutralisiert werden. «Wir schonen ihn, am
Freitag ist er wieder dabei», hatte der sportliche Leiter Otto Ziege
erklärt.
Im Sprinter-Wettbewerb setzte sich der zweimalige Olympiasieger
Jens Fiedler (Chemnitz) vor Sören Lausberg (Berlin) durch. Das
Steherrennen gewann Europameister Carsten Podlesch (Berlin).
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Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen im Sechstage- Zirkus geht es in Berlin im wesentlichen um den Sport. Die alten Herren Otto Ziege (73), Sportdirektor für fast 60 Sixdays in Berlin und Dortmund, und Heinz Seesing (70), Kaufmann und PR- Profi von der Küste, setzen denn auch die Highlights
auf der Bahn und nicht in den Katakomben des Velodroms.
Überraschungen sind daher auch eher in den Rennen,
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| Berliner Nächte sind lang... |
Freitag: "Lange Nacht" endet um 3 Uhr früh.
Kurz vor Mitternacht beginnt die große Jagd.
Samstag: "Goldene Nacht" mit einer Neuheit: Beim Handicap-Rennen stehen 200 Runden an. Die
schlechter platzierten Teams bekommen Rundenvorsprünge, die die Top-Teams aufholen müssen.
Sonntag Familientag: Ab 9.00 Uhr morgens geht es rund. Das Familienticket kostet
60 DM
Montag "Berliner Tag": Vorentscheidung in der vorletzten Nacht
Dienstag: Großes Finale: Ab 22.45 Uhr beginnt die alles entscheidende Große Jagd
über 60 Minuten
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als auf
der Showbühne zu erwarten. Das Publikum weiß es zu schätzen: Die Ränge
schon am ersten Abend mit rd. 10.000 zahlenden Gästen fast ausverkauft,
werden in diesem Jahr wieder ca. 70.000 Besucher erwartet.
In der ersten Pressekonferenz nach dem Startschuss wurde bereits darüber informiert, dass der Samstag im nächsten Jahr bereits ausverkauft ist und für 2003 die ersten Vorbestellungen eingegangen sind.
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