07.04.99 - Der Italiener
Stefano Garzelli (Mercatone Uno) gewann am Mittwoch die dritte Etappe der Baskenland-Rundfahrt
über 199km zwischen Zalla und Vitoria. Der letztjährige Tour-de-Suisse-Sieger gewann im Sprint einer vierzig-köpfigen Spitzengruppe
vor dem pfälzischen Telekom-Routinier Udo Bölts und seinem Landsmann und Teamkollegen Marco Pantani.
Im Gesamtklassement verteidigte Laurent Jalabert (ONCE) seine Spitzenposition. Der Franzose fuhr zeitgleich mit dem Sieger
als Achter über die Ziellinie.
Die Männer des Tages waren am Mittwoch die Brüder Alvaro und Igor Gonzalez de Galdeano (beide
Vitalicio), die aus dem Zielort Vitoria stammen. Zunächst versuchte es Alvaro mehrere
Male vergebens, sich vom Feld abzusetzen, doch bei KM 50 gelang es ihm dann, sich zusammen
mit Eduardo Hernandez (Kelme) davonzumachen.
De Galdeano und Hernadez kamen auf einen maximalen Vorsprung von sechs Minuten, doch dann
machte Jalaberts ONCE-Mannschaft Ernst mit der Nachführarbeit im Feld und am Anstieg
des Herrera (1.Kategorie) rund 40 km vor dem Ziel war das Fluchtduo wieder gestellt.
Das Feld war gerade wieder beisammen, da attackierte Igor Gonzalez de Galdeano,
der jüngere Bruder von Alvaro, aber das Peloton war aufmerksam und der
25-jährige kam nicht mehr vom Feld weg und mußte sich damit zufrieden geben, im
Hauptfeld seine Heimatstadt zu erreichen.
Im Finish in Vitoria waren nach der schweren Etappe mit sechs harten Anstiegen nur noch
wenige in der Lage um den Tagessieg zu sprinten. Stefano Garzelli gewann am Ende mit
rund einer Radlänge vor Udo Bölts, der sich in der Gesamtwertung vom
fünften auf den vierten Rang schob. Marco Pantani (Mercatone) kam auf den dritten Platz im
Tagesklassement und zeigte, daß er auch in der Gesamtabrechnung noch nicht abzuschreiben ist.
Hinter den Ersten des Etappe fuhren die beiden Gesamtbesten Jalabert und Davide Rebellin (Polti)
auf den letzten Metern noch ein eigenes kleines Rennen. Rebellin, zeitgleich mit Jalabert Gesamtzweiter,
versuchte eine Plazierung vor Jalabert zu holen, um so das Leader-Trikot zu stibitzen. Doch Jalabert
passte auf und beendete das Rennen als Achter noch vor Rebellin, der Zehnter wurde.
Weiter geht es im Baskenland am Donnerstag mit der vierten Etappe über
197km zwischen Vitoria und Lekunberri. Dann werden drei Berge der dritten Kategorie und
zwei Berge der zweiten Kategorie zu bewältigen sein. Der letzte Anstieg,
der Zuarrarrate (2.Kat.), liegt nur neun Kilometer vor dem Ziel, sodaß mit
einem weiteren spannenden Finish gerechnet werden kann.