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Aussage im Ferrari-Prozess
Axel Merckx: Ohne Druck zur Tour de France

06.12.00 (rsn) - Vor zwei Jahren hatte Axel Merckx bei der Tour de France auf dem Weg nach Alpe d'Huez vorzeitig die Segel streichen müssen. Im nächsten Jahr will es der 28 Jahre alte Sohn des "Kannibalen", dem 2000 mit seinem Etappensieg beim Giro d'Italia der endgültige Durchbruch gelang, wieder bei der "Grossen Schleife" wissen. Dies sagte der künftige "Domo"-Profi gegenüber der belgischen Tageszeitung Het Volk (Mittwochsausgabe).

"Morgen fliege ich nach Mallorca, wo ich mit der Domo-Teamleitung mein Jahresprogramm bespreche", so Merckx. "Ich bin für eine ähnliche Saisonplanung wie in diesem Jahr, mit dem Unterschied, dass ich gern in Dünkirchen beim Start der Tour de France dabei sein will. Das wollte ich eigentlich schon dieses Jahr, aber Mapei hat mich nicht zur Tour nominiert, da war der Giro d'Italia eine willkommene Alternative."

Merckx, der im Juli zur Freude des stolzen Vaters Belgischer Meister wurde, will neben der Tour in der Saison 2001 "bei den Wallonischen Klassikern" (Lüttich - Bastogne, Wallonischer Pfeil) und der Weltmeisterschaft glänzen. "Bei der Tour will ich ohne Druck fahren, deshalb denke ich auch erst einmal an einen Etappensieg (statt ans Gesamtklassement)", so der in Monaco lebende Belgier, der einst bei Telekom sein Profi-Debüt gab.

In den nächsten Monaten wird Axel Merckx neben anderen Stars wie Gianni Bugno, Mario Cipollini, Paolo Savoldelli und Pavel Tonkov in Bologna im Strafprozess gegen den Dopingarzt Michele Ferrari ("Dottore EPO") als Zeuge aussagen müssen. Merckx gehörte zu den Patienten von Ferrari. "Im letzten Jahr haben die Carabinieri mich und einige andere nach der Trofeo Laigueglia vernommen. Seit damals habe ich nichts mehr gehört davon. Es gibt sicherlich angenehmeres im Leben", so Merckx gegenüber Het Volk

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