«Für den Radsport sind diese Geständnisse wie auch
das frühere Gestammel von Jan Ullrich eine Katastrophe», sagte
Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag der dpa. «Das
ist eine Entwicklung, die einen fassungslos macht. Die WM werden wir
aber nicht zurückgeben.»
Man habe nun die Chance, «in vier Monaten eine WM des Neuanfangs
zu präsentieren. Das setzt aber voraus, dass es im Radsport einen
Selbstreinigungsprozess gibt, der mit Nachdruck vorangetrieben wird»,
erklärte die Chefin des Organisationskomitees. «Es gibt natürlich
einige schwarze Schafe. Aber man darf auch weiterhin nicht alle
Sportler in einen Topf werfen.»
Mit dem derzeitigen Stand bei Sponsoreneinnahmen und Verkauf der
Tickets für die fünf Millionen Euro teure WM sei das OK zwar
zufrieden. Es sei aber nicht auszuschließen, dass Sponsoren wegen der
Doping-Problematik ihre Engagements wieder absagen. Die Stadt will
sich deshalb auf mögliche Einnahmeausfälle vorbereiten. «In diesem
Fall müsste man mit dem Weltverband UCI und dem Bund Deutscher
Radfahrer darüber sprechen, wie die Verbände die Ausfälle finanziell
auffangen könnten», sagte Eisenmann. Das habe man UCI und BDR am
Donnerstag in einem Brief mitgeteilt.
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