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Straßen-WM - Nachlese
Leser-Feedback: "Beschämend, was da ablief"


Foto: Roth

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BERLIN, 04.10.07 (rsn) - Selten, eigentlich noch nie gab es ein derart heftiges Echo unserer Leser wie bei der Berichterstattung von der Straßen- Weltmeisterschaft in Stuttgart. Besonders der Kommentar von RADSPORT-NEWS.COM- Mitarbeiter Karl Heidegger über die "zynische Polit-Show", zu der die Titelkämpfe zeitweise degradiert wurden, traf offensichtlich einen Nerv. Über 100 Mails erreichten uns schon innerhalb Stunden nach Erscheinen des Artikels. Größtenteils war das Feedback positiv. Aber egal ob zustimmend oder kritisch - die Emotionen kochten hoch. Wir drucken eine weitgehend repräsentative Auswahl der vielen Leserzuschriften, für die wir uns nochmals bedanken möchten.


• Es ist wirklich schade, wie man versucht hat dieses Fest kaputt zu machen. Ich bin froh, dass entlang der Strecke trotzdem die Stimmung so gut war... Kristian Bauer

• Wie die Stadt Stuttgart aber auch die deutsche Medienlandschaft die eigene WM mit einer beispiellosen rechtswidrigen Hexenjagd zerstört hat, ist nicht mehr zu übertreffen. (...) Welch unfreundlicher Gastgeber. Was für ein hässliches Bild hat Deutschland bei dieser WM abgegeben. Hierzu passt auch der Umgang mit den alten Weltmeistern wie Altig und Merckx und kann auch nicht mit einem Neuanfang erklärt werden. Einfach nur peinlich. Peter Bundschuh

• Glückwunsch für diesen Artikel. Ich bin seit 43 Jahren im "Geschäft",war als Journalist in Stuttgart und habe noch nie so eine WM erlebt. Name der Redaktion bekannt.

• Endlich mal ein Artikel der mir und sicher vielen anderen Lesern und Fans des Radsports aus der Seele spricht. Hier wurden die Dinge so geschildert, wie man sie draußen an der Strecke auch erlebt hat und nicht wie einige "Schreiberlinge" es sehen wollen (warum auch immer!?). Wer bei dieser WM war, hat gesehen diesen Sport schreibt und spricht man so schnell nicht tot.
Matthias Kittel

• Ihre Auffassung zum amtlich -deutschen Verhalten der Stuttgarter Organisatoren teile ich. (...) Leider stimme ich mit dem Rest Ihres Artikels in keiner Wese überein. Sie befinden sich offensichtlich - wie all die großen Fahrer - noch immer in der Scheinwelt des "Was ist schon groß vorgefallen?" und "Die anderen doch auch!". Sie, Herr Heidegger, snd mit den frohgemuten Herren Kommentatoren von EUROSPORT einer der Totengräber dieses so wunderbaren Sports. S.Reichenbach

• Ich habe bei jedem Satz Zustimmung genickt. Ich selbst bin Mutter eines Radsportlers und finde es beschämend was hier in Deutschland mit diesem wunderbaren Sport passiert. ARD und ZDF u.a. vorne weg. Seit diesem Sommer schaue ich Sportsendungen nur noch bei Eurosport. Berichten Sie weiter so klar und unabhängig. Herzlichen Dank. Margitta Herbst

• Ihre Berichterstattung über die Rad-WM in Stuttgart, insbesondere aber der Artikel "WM als zynische Politiker-Show" haben mir ausserordentlich gut gefallen. Sie treffen auch den Kern der Sache. Ich war persönlich in Stuttgart und konnte mich davon überzeugen, wie übereifrige Politiker(innen) es fertig gebracht haben, ihre Veranstaltung auf den Opfertisch zu legen. Leider waren auch organisatorische Mängel festzustellen, die mit der sprichwörtlichen "deutschen Gründlichkeit" nicht vereinbar waren. Ich habe mich am Sonntagabend gefragt: "Ist Stuttgart wirklich eine Sportstadt, oder will sie es nur sein?" Robert Ochsner

• Auch ich war als Besucher vor Ort und Ihr sprecht mir aus dem Herzen. Jeden Satz Ihres Artikels kann ich nur unterstreichen. Danke dafür. Ich habe schon einige Rad WMs erlebt und es stimmt mich wirklich traurig, wie die Deutschen (Veranstalter) mit diesem Highlight des Radsport umgegangen sind. Dieter Guhra

• Es ist doch sehr erstaunlich, dass in der DEUTSCHEN Presse mehr darüber zu lesen ist, dass die Blutwerte eines Stefan Schumachers nicht mit Doping zu tun haben als dass sie darüber berichten, was für ein sensationelles Rennen der "Junge" in Stuttgart gefahren ist. Das ist doch mehr als paradox, aber leider typisch für die DEUTSCHEN Medien!!! Christian Laschinsky

• Danke für das offene Wort. Was sich die Polit-Amateure in Stuttgart geleistet haben (siehe Antrag auf einstweile Verfügung gegen den Start von Weltmeister Bettini), ist unverständlich. Schade, dass diese Personen nicht finanziell zur Rechenschaft gezogen werden können. Reinhard Henkel

• Toller Kommentar von Karl Heidegger zu der Polit-Show in Stuttgart. Beschämend, was da ablief. Heidegger trifft es auf den Punkt. Nie wieder Stuttgart, von mir aus auch nie wieder Rad-WM in Deutschland. Kai Uwe Bohn

• Ihre Ausführungen zur Dopingproblematik rund um die WM in Stuttgart sind meines Erachtens ein Armutszeugnis für eine distanzierter Berichterstattung verpflichteten Redaktion. Offenkundig stecken Sie zu tief drin im Radsportmilieu, um die einem Journalisten würdige kritische Haltung an den Tag legen zu können, die man braucht, um die Posse um Bettini richtig einzuschätzen. Martin Wunsch

• Sehr guter Kommentar. Bravo, genau so ist es. Ich war gestern in Stuttgart. Der richtige Mann hat gewonnen! Sehr schön fand ich auch die Schilder an den Fan-Boxen: Unerwünscht: Frau Eisenmann. Paolo und alle anderen bleiben präsent , an Frau Eisenmann wird sich in wenigen Tagen niemand mehr erinnern, vielleicht nur an eine schlechte Organistation (umfallende Absperrugen, uninformierte Ordener u.s.w.) Leonhard Müller

• Hier sprechen Sie vielen Radsport-Fans aus dem Herzen. Von mir aus hätten Sie gerne noch deutlicher betonen können, dass es den "Eisenmännern und -frauen" offensichtlich nur um persönliche Profilierung (in Hinblick auf die nächste Stuttgarter OB-Wahl!?) ging. Diese haben nicht nur dem Image Stuttgarts als (bisher) hervorragende Ausrichterin solcher Events sondern auch dem Ansehen Deutschlands im Ausland geschadet. Waren wir nicht letztes Jahr bei der Fußball-WM so stolz, dass das "typische" Bild des Deutschen im Ausland sich endlich mal ins Positive gewandelt hatte? Ich befürchte, dass sich nun wieder das "alte" Bild der Deutschen als Kleinkarierte und Besserwisser neu belebt und festigt. (...) Leider ist aber auch der Großteil der Journalisten der Versuchung und Suche nach (Doping-)Skandalen (gemäß dem alten Motto "only bad news are good news") erlegen und hat somit maßgeblich zu der anhaltenden Misere beigetragen. Ich hoffe nur, dass eben dieselben auch mal im Fußball-Sport etc. genauso intensiv und kritisch recherchieren. Mal gespannt, ob ARD und ZDF dann auch Länder- oder UEFA-Pokal-Spiele mit Verzicht auf die Live-Übertragungen boykottieren würden. Aber da brauchen wir uns wohl nicht drum sorgen, hier regelt der doch deutlich finanzkräftigere "Markt" das wie schon eh und je...! Johannes Werz


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