Nach all dem, was letzte Woche passiert ist,
was fühlen Sie heute nach Ihrem Sieg?
Bettini:
Ich bin noch immer wütend.
Es gab Äußerungen, die ich nicht
akzeptieren kann.
Ich lasse meine
Karriere durch sowas nicht
kaputt machen.
Die, die meinem Image
geschadet haben,
werden dafür bezahlen.
Wir Radsportler
haben in den letzten Jahren gelernt,
dass man für
Fehler bezahlen muss.
Das gilt auch für andere.
Wenn jemand Beweise hat
gegen mich, dann soll er sie vorlegen.
Die, die mich ohne Beweise
attackieren,
werden zahlen.
Das lass ich nicht mit mir machen.
Sind Sie versucht, mit dem Titel abzutreten?
Bettini: Ich habe diese Wut, ja.
Aber letzte Woche
hat mir jemand, der mir sehr nahe ist,
beigebracht,
dass man weitermachen, kämpfen muss.
Ich werde Sie noch mindestens ein Jahr ärgern...
Was sollte Ihre Geste mit dem Gewehr
bedeuten?

Foto: Roth
|
Bettini: Das war eine spontane Geste gegen die,
die nichts wissen über
den Radsport und
ihn aus kommerziellen Gründen kaputtmachen.
Ich habe 'angelegt',
weil auf mich angelegt wurde diese Woche.
Ich habe nicht auf einen
einzelnen anvisiert.
Aber wenn sich jemand
anvisiert gefühlt hat,
wird er schon wissen warum
(Bettini wendet sich
zu dem neben ihm sitzenden UCI-Chef
McQuaid, der lacht und ihm
die Hand gibt, die Red.).
Es ging nicht gegen
Pat. Weil ich weiß,
dass man mit ihm immer reden kann, auch wenn man nicht
immer übereinstimmt.
Es war gegen die gerichtet, die
ungehörige Erklärungen gemacht haben diese Woche
aus politischen und kommerziellen Gründen.
Wie kam der Sieg zustande heute?
Bettini: Ich muss mich
bei meinem ganzen Team bedanken,
das eine fürchterliche Woche
erlebt hat, vielleicht die schlimmste
unserer Karriere.
Es war heute eine große Squadra.
Cunego hat sich geopfert für mich.
Rebellin hat all seine Erfahrung eingebracht.
Pozzato war ein großer Capitain du route.
Jeder hat großartig gearbeitet,
alle im Team. Tonti, Ballan, Bertolini...
Und ich vergesse auch
Di Luca (der wegendrohender Dopingsperre
auf einen Start verzichtete)
nicht, der bei uns blieb,
obwohl er nicht fahren konnte.
Seine Anwesenheit hat
uns viel bedeutet.
Italien dominiert im Radsport, Fußball.
Wie erklärt sich der Erfolg?
Bettini: Wir sind
stolz und ein stolzes Volk.
Wenn wir Schwierigkeiten
erleben, können wir
diese überwinden und zu unserem Vorteil nutzen.
Kritik und Polemik
motivieren uns nur zusätzlich.
Druckversion
Artikel versenden
Feedback
29.09.07 Bettini kündigt Klage gegen Stuttgart und ZDF an
28.09.07 Schlappe für Stuttgart: Bettini darf starten
27.09.07 Bettini drohte Sinkewitz am Telefon mit Schadenersatzklage
27.09.07 Stadt Stuttgart klagt gegen Bettini-Start
27.09.07 Wirbel um Sinkewitz' Protokoll: Leck beim BDR?
26.09.07 WM-Stadt Stuttgart will italienische Stars nicht akzeptieren
25.09.07 Bettini verärgert McQuaid: Keine Unterschrift unter Dopingerklärung