Hatten Sie vor einem Sturz Angst in den
rutschigen Kurven?
Cancellara:
Ich habe heute morgen an die
Tour de France gedacht,
an das Zeitfahren in Albi,
bei dem ich im Regen gestürzt bin.
Ich wollte schnell beginnen.
Es ist ein Vorteil, wenn man
die Startnummer 1 hat,
dann kennt man alle anderen Zeiten.
Kim Andersen (sein CSC-Sportdirektor, die Red.)
hat mich gut informiert.
Es stimmt, im Hinterkopf hatte ich,
einen Sturz zu vermeiden.
Das war das einzige, was mich nervös gemacht hat."
Das Thema Doping beherrscht wieder die Schlagzeilen.
Wie erleben Sie das?
Cancellara: Ich habe eine
Frage danach erwartet.
Man spricht nur noch darüber,
Man hat genug von dieser
Scheiße!
Ich bin (dieses Jahr) 35
mal getestet worden.
Das reicht doch.
Letztes Jahr hat man gesagt,
es ist unmöglich,
weil ich mit solchem Abstand gewonnen habe.
Dann habe ich es bei der
Tour wiederholt.
Ich mache meinen Job 100-prozentig.
Ich fahre für das beste Team der Welt,
das das weitentwickelteste
Antidopingprogramm hat.
Was mit der UCI, der WADA passiert,
das ist ein Riesenproblem.
Man redet nur noch über
'Krieg'. Im Fernsehen, den Zeitungen,
es geht nur noch um Doping, Bettini,
Valverde, Di Luca, die Stuttgarter Organisatoren.
Heute ist Zeit, auch mal
die Schönheit des Sports
anzuschauen. Wir müssen nach vorne schauen.
Auch an die Nachwuchsfahrer denken,
die das alles miterleben.
Waren Sie bevorteilt durchs Wetter?
Cancellara:
Ja, schon. Aber die, die
in der ersten Gruppe gefahren sind,
waren ja nicht wirklich Favoriten.
Ich glaube nicht, dass
dies das Resultat beeinflusst hat.
Natürlich wäre es besser, wenn
die Bedingungen für alle gleich gewesen wären,
aber so ist das manchmal.
Ich bin auch schon
in schlechterem Wetter gestartet.
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