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Drei Fragen an Fabian Cancellara
"Thema Doping? Ich habe genug von dem Scheiß!"


Foto: Roth

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STUTTGART, 27.09.07 (rsn) - Fabian Cancellara freute sich über seine Titelverteidigung beim WM-Zeitfahren in Stuttgart. Dass sein Sieg im Doping-Chaos unterzugehen droht, in dem der Radsport weiter steckt, ärgert den Schweizer aber.

Hatten Sie vor einem Sturz Angst in den rutschigen Kurven?

Cancellara: Ich habe heute morgen an die Tour de France gedacht, an das Zeitfahren in Albi, bei dem ich im Regen gestürzt bin. Ich wollte schnell beginnen. Es ist ein Vorteil, wenn man die Startnummer 1 hat, dann kennt man alle anderen Zeiten. Kim Andersen (sein CSC-Sportdirektor, die Red.) hat mich gut informiert. Es stimmt, im Hinterkopf hatte ich, einen Sturz zu vermeiden. Das war das einzige, was mich nervös gemacht hat."

Das Thema Doping beherrscht wieder die Schlagzeilen. Wie erleben Sie das?

Cancellara: Ich habe eine Frage danach erwartet. Man spricht nur noch darüber, Man hat genug von dieser Scheiße! Ich bin (dieses Jahr) 35 mal getestet worden. Das reicht doch. Letztes Jahr hat man gesagt, es ist unmöglich, weil ich mit solchem Abstand gewonnen habe.
Dann habe ich es bei der Tour wiederholt. Ich mache meinen Job 100-prozentig. Ich fahre für das beste Team der Welt, das das weitentwickelteste Antidopingprogramm hat. Was mit der UCI, der WADA passiert, das ist ein Riesenproblem. Man redet nur noch über 'Krieg'. Im Fernsehen, den Zeitungen, es geht nur noch um Doping, Bettini, Valverde, Di Luca, die Stuttgarter Organisatoren. Heute ist Zeit, auch mal die Schönheit des Sports anzuschauen. Wir müssen nach vorne schauen. Auch an die Nachwuchsfahrer denken, die das alles miterleben.

Waren Sie bevorteilt durchs Wetter?

Cancellara: Ja, schon. Aber die, die in der ersten Gruppe gefahren sind, waren ja nicht wirklich Favoriten. Ich glaube nicht, dass dies das Resultat beeinflusst hat. Natürlich wäre es besser, wenn die Bedingungen für alle gleich gewesen wären, aber so ist das manchmal. Ich bin auch schon in schlechterem Wetter gestartet.


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