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Klage hat sich erledigt
Dopingverdächtiger Di Luca reist ab


DI LUCA UND BETTINI BEIM TRAINING FÜR STUTTGART Fotos: Roth

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STUTTGART/ROM, 27.09.07 (rsn) - In zumindest einem Fall hat sich der Streit zwischen WM-Organisatoren und der UCI erledigt: Der des Dopings verdächtige italienische Radstar Danilo di Luca verzichtet auf einen Start bei der WM am Sonntag.

Di Luca hat am Donnerstagabend seinen Verzicht auf einen Start bei der Straßen-WM in Stuttgart erklärt. Das italienische olympische Komitee (CONI), die oberste Sportbehörde des Landes, hatte kurz zuvor bekanntgegeben, dass es eine viermonatige Dopingsperre gegen den Girosieger beantragt hatte wegen dessen Verwicklung in die "Oil for Drugs"-Affäre. Die Stuttgarter WM-Organisatoren hatten am Nachmittag eine Klage gegen den WM-Start Di Lucas angekündigt, die sich nun erledigt hat. Die gegen Weltmeister Paolo Bettini ist dagegen weiterhin aktuell und sorgt für den offenen Eklat zwischen UCI und der WM-Stadt Stuttgart (TAGESZUSAMMENFASSUNG).

Es sei "ein Skandal" schimpfte Di Luca und meinte damit die Ermittlungen von CONI-Ankläger Torri, der "alles gemacht hat, um meinen WM-Start zu verhindern". Er habe sich nichts vorzuwerfen, so Di Luca. Die UCI bestätigte den Startverzicht des Italieners: "Der italienische Verband hat Di Luca zurückgezogen. Er wird nicht starten", sagte der Sprecher des Radsport-Weltverbandes UCI, Enrico Carpani.

CONI-Ankläger Torri war Di Luca durch die Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft auf die Schliche gekommen. Im Rahmen ihrer Aktion «Oil for Drug» hatten die Beamten Dopingärzte und Dopinghändler ins Visier genommen. Dabei deckten sie auf, dass Di Luca weiterhin Patient des mutmaßlichen Dopingarztes Santuccione war. Ein Dopingvergehen konnten sie Di Luca allerdings nicht nachweisen. Ein erstes Ermittlungsverfahren gegen den Radprofi wurde daraufhin eingestellt.

Der Sportjustiz reicht jedoch allein schon Di Lucas weitere Zusammenarbeit mit Santuccione für eine Verurteilung. Torri hatte bereits am 22. August in einem Brief an den italienischen Radverbandschef Renato Di Rocco empfohlen, Di Luca wegen der bevorstehenden Anklage nicht für die WM zu nominieren. Der Verband kam dieser Empfehlung jedoch nicht nach.


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