Di Luca hat am Donnerstagabend seinen Verzicht auf einen Start bei
der Straßen-WM in Stuttgart erklärt.
Das italienische olympische Komitee (CONI),
die oberste Sportbehörde des Landes, hatte kurz
zuvor bekanntgegeben, dass es eine viermonatige Dopingsperre gegen
den Girosieger beantragt hatte wegen dessen Verwicklung in die "Oil for Drugs"-Affäre.
Die Stuttgarter WM-Organisatoren hatten am Nachmittag eine Klage gegen den WM-Start Di Lucas angekündigt,
die sich nun erledigt hat.
Die gegen Weltmeister
Paolo Bettini ist dagegen weiterhin aktuell und
sorgt für den offenen Eklat
zwischen UCI und der WM-Stadt Stuttgart (TAGESZUSAMMENFASSUNG).
Es sei "ein Skandal"
schimpfte Di Luca und meinte
damit die Ermittlungen
von CONI-Ankläger Torri, der
"alles gemacht hat, um meinen
WM-Start zu verhindern".
Er habe sich nichts
vorzuwerfen, so Di Luca.
Die UCI bestätigte den
Startverzicht des Italieners:
"Der
italienische Verband hat Di Luca zurückgezogen. Er wird nicht
starten", sagte der Sprecher des Radsport-Weltverbandes UCI, Enrico
Carpani.
CONI-Ankläger Torri war Di Luca durch die Ermittlungen der italienischen
Staatsanwaltschaft auf die Schliche gekommen. Im Rahmen ihrer Aktion
«Oil for Drug» hatten die Beamten Dopingärzte und Dopinghändler ins
Visier genommen. Dabei deckten sie auf, dass Di Luca weiterhin
Patient des mutmaßlichen Dopingarztes Santuccione war. Ein
Dopingvergehen konnten sie Di Luca allerdings nicht nachweisen. Ein
erstes Ermittlungsverfahren gegen den Radprofi wurde daraufhin
eingestellt.
Der Sportjustiz reicht jedoch allein schon Di Lucas weitere
Zusammenarbeit mit Santuccione für eine Verurteilung.
Torri
hatte bereits am 22. August in einem Brief an den italienischen
Radverbandschef Renato Di Rocco empfohlen, Di Luca wegen der
bevorstehenden Anklage nicht für die WM zu nominieren. Der Verband
kam dieser Empfehlung jedoch nicht nach.
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