«Ich hoffe, du hast Beweise für das, was du gesagt hast.
Ansonsten ist das, was du T-Mobile schuldest, nichts dagegen»,
zitiert die italiensche Sporttageszeitung den italienischen
Weltmeister in ihrer Donnerstag-Ausgabe.

Fotos: Roth
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Bettini habe Sinkewitz am Mittwochabend kurz vor dem Abflug zur WM
nach Stuttgart vom Flughafen Venedig aus angerufen. Das Gespräch sei
für die Umstehenden mitzuhören gewesen. Nachdem Sinkewitz die Doping-
Anschuldigungen gegen ihn am Telefon bestritten habe, sagte Bettini
nach Angaben der Zeitung: «Gib ein Dementi heraus, ansonsten musst du
die Konsequenzen tragen.» Der Italiener schien persönlich tief
enttäuscht von seinem ehemaligen Teamkollegen. «Ich dachte, du bist
mein Freund. Aber wenn du das gesagt hast, bist du es nicht mehr.»
Bettini fühlt sich als Opfer: «Man braucht elf Jahre, um sich auf
hohem Niveau einen Namen zu machen. Aber es reichen drei Minuten, um
ihn zu zerstören», sagte Bettini nach Angaben des Sportblattes. In
Italien wurden die Dopingvorwürfe gegen Bettini wie eine Hetzjagd
dargestellt: «Deutschland erklärt Bettini den Krieg», schrieb
die Gazzetta am Donnerstag.
In Stuttgart haben die Veranstalter inzwischen vor dem Landgericht
eine Einstweilige Verfügung gegen einen Bettini-Start eingereicht.
Der Weltmeister hatte nicht die gültige Ehrenerklärung des Radsport-
Weltverbandes UCI unterzeichnet.
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