
Archiv-Foto: Roth
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Die WM im September reihe
sich «konsequent in die Antidoping-Front ein», teilte die
Pressestelle der Stadtverwaltung am Freitag mit. Deshalb verzichte
Stuttgart von sofort an auf die Dienste der beiden. Auf Grund der
bisherigen Erkenntnisse bleiben die weiteren "WM-Botschafter" Judith
Arndt, Regina Schleicher und Gregor Braun im "Amt".
Die baden-württembergische Landeshauptstadt hatte vom Bund
Deutscher Radfahrer (BDR) Zabels und Altigs Absetzung gefordert.
Zabel hatte daraufhin selbst auf die Botschafter-Rolle verzichtet.
Der 36 Jahre alte Radprofi, Vizeweltmeister von 2006 und mehrfacher
Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France, hatte am 24. Mai
die Einnahme des Dopingmittels EPO während der ersten Woche der
berühmten Rundfahrt in Frankreich im Jahr 1996 zugegeben.
Rudi Altig, vor 41 Jahren letzter deutscher Straßen-Weltmeister,
hat nach Ansicht der Kommune «in der den Radsport in seinen
Grundfesten erschütternden Doping-Aufarbeitung nie Position» bezogen.
Der 70 Jahre alte Ex-Profi habe im Gegenteil sogar Verständnis für
die geständige Sünder gezeigt. «Da er mit seiner Einstellung zum
Thema Doping nicht glaubwürdig für einen Neuanfang stehen kann, sah
man keine Plattform mehr für eine weitere Zusammenarbeit mit ihm als
WM-Botschafter», heißt es in der Pressemitteilung. Für Stuttgart sei
es «von herausragender Bedeutung, dass mit der Ausrichtung der UCI
Straßenrad-WM die Glaubwürdigkeit für einen Neuanfang im Radsport
geschaffen werden kann».
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