Antequera gab am Dienstag das spanische Aufgebot für Stuttgart bekannt.
"Ich wollte dies ursprünglich erst am Donnerstag veröffentlichen,
aber es macht keinen Sinn weiter zu warten,
da alles fest steht.
Heute morgen habe ich acht Fahrer bestätigt
und über den neunten Fahrer entschieden,
das ist (Joaquin) Rodriguez",
erklärte der spanische Nationalcoach.
Im Aufgebot der
Spanier stehen
Oscar Freire, Juan Antonio Flecha
(Rabobank), Alejandro Valverde, Joaquín Rodríguez (Caisse d'Epargne), Carlos
Sastre (CSC), Samuel Sánchez (Euskaltel), Carlos Barredo (Quick Step), Manuel
Beltran (Liquigas) und Xavier Florencio (Bouyges Telecom).
Mit der Nominierung von Valverde durch
die Spanier droht nun eine juristische
Auseinandersetzung, wie sie
der Radsport in der derzeitigen
Krise eigentlich nicht bräuchte.
Die UCI hatte den Spanier
als "nicht selektionierbar" erklärt,
weil sie Indizien dafür gefunden hat,
dass er in die Fuentes-Dopingaffäre
verwickelt ist.
Vieles spricht dafür,
dass er Kunde des Madrider
Dopingarztes war,
in dessen Aufzeichnungen Codenamen
wie "Valv." und "Piti" (der Name
von Valverdes Hund) auftauchen.
Der Weltverband
hatte den spanischen Verband (RFEC) aufgefordert,
ein Dopingermittlungsverfahren zu eröffnen.
Dies lehnt der RFEC,
der in der Frage auch die Rückendeckung
des spanischen Sportministers hat,
aber ebenso wie
einen von der UCI
angemahnten DNS-Abgleich ab.
Schweizer Gerichte angerufen
"Wir fechten das bis zum Ende
aus", hatte
RFEC-Präsident Fulgencio Sanchez
am Montag erklärt.
Sein Verband, Valverde selbst
und dessen Caisse d'Epargne-Mannschaft seien bereit,
vor das internationale Sportschiedsgericht
(TAS) in Lausanne zu ziehen.
Notfalls werde man auch
ordentliche Zivilgerichte anrufen,
betonte Sanchez.
Auch die Stuttgarter WM-Organisatoren
hatten sich gegen einen Start Valverdes ausgesprochen.
Der spanische Verbands-Präsident Sanchez
erklärte am Dienstag, man
habe wegen des WM-Startverbots
vor eidgenössischen Gerichten
Verfahren eingeleitet.
Man habe sich an das internationale Sportschiedsgericht (TAS)
in Lausanne und an ein Schweizer Zivil-Gericht gewendet,
so Sanchez.
Druckversion
Artikel versenden
Feedback
17.09.07 Spanier wollen "bis zum Ende" für Valverde kämpfen - UPDATE
13.09.07 Fall Valverde: UCI nicht besorgt wegen Klage
08.09.07 UCI: Valverde startet nicht bei Stuttgarter WM
07.09.07 Spanier ignorieren Vorwürfe gegen Valverde
30.08.07 Fall Valverde peinlich für spanische Sportverbände
29.08.07 UCI findet nun doch Indizien gegen Valverde
26.08.07 WM in Stuttgart: Spanier nominieren Valverde und erwarten Buh-Rufe
14.08.07 Stuttgarter WM-Organisatoren gegen Start von Zabel und Valverde