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UCI beharrt auf Doping-Verfahren
Spanier wollen "bis zum Ende" für Valverde kämpfen


Foto: Roth

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GRANADA, 17.09.07 (rsn) - Der spanische Radsportverband will "bis zum Ende" für seinen dopingverdächtigen Star Alejandro Valverde kämpfen, dem die UCI einen Start bei der WM in Stuttgart untersagt hat.

Das Tauziehen um Valverde geht weiter. Nachdem der Weltverband UCI letzte Woche noch einmal kategorisch festgestellt hat, dass der Spanier für die WM am 30.September "nicht selektionierbar" ist, weil er unter dringendem Verdacht steht, zu den Kunden des Dopingnetzwerks Fuentes gehört zu haben, beharrte der spanische Verband (RFEC) am Montag auf seiner Position.

"Wir ziehen das bis zum Ende durch", sagte RFEC-Präsident Fulgencio Sanchez am zweiten Vuelta-Ruhetag in Granada. Sein Verband, Valverde selbst und dessen Caisse d'Epargne-Mannschaft seien bereit, vor das internationale Sportschiedsgericht (TAS) in Lausanne zu ziehen. Notfalls werde man auch ordentliche Zivilgerichte anrufen, betonte Sanchez.

Ende August hatte der Weltverband überraschend angekündigt, dass bei Sichtung der 6000-seitigen Ermittlungsakten der Fuentes-Affäre Indizien dafür aufgetaucht seien, dass Alejandro Valverde in den Dopingskandal verwickelt ist. Dies hatten viele Medien bereits seit Jahr und Tag behauptet. In den Aufzeichnungen des Dopingarztes tauchen die Kürzel "Valv." und "Piti" (der Name von Valverdes Hund) auf, die dem Caisse d'Epargne-Star zugerechnet wurden.

Die UCI ist sich offenbar sehr sicher, dass Valverde tatsächlich Fuentes-Kunde war. In einem Brief an den spanischen Verband, dessen Inhalt am Montag die französische Agentur AFP veröffentlichte, führte die UCI nochmal alle Indizien auf. Da ist etwa ein abgehörtes Telefongespräch, in dem Fuentes Valverde erwähnt, da ist der bekannte ominöse Zettel, den Fuentes bei seiner Verhaftung dabei hatte und auf dem handschriftlich der Name Valverde vermerkt ist. Und zu der Sache mit dem Hundenamen erinnerte die UCI in ihrem Brief an die Spanier, dass in den Fällen Jaksche und Basso, "gegen die auch nicht mehr vorlag" (UCI) Fuentes die Namen von deren Vierbeinern ("Bella", "Birillo") als Codenamen benutzt hatte. Im übrigen, schrieb die UCI an den RFEC, könne man per DNS-Abgleich schnell feststellen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist. An einer solchen Klärung aber scheinen die spanischen Sportbehörden merkwürdigerweise nicht interessiert.

Die UCI hatte gegen Valverde unter Bezug auf Artikel 9.2.002 ihres Reglements, wonach ein Fahrer, gegen den wegen Dopings ermittelt wird, von seinem Verband nicht für Weltmeisterschaften selektioniert werden kann, ein WM-Startverbot ausgesprochen und den spanischen Radsportverband (RFEC) aufgefordert, ein Verfahren zu eröffnen. In Spanien genießt Valverde jedoch weiterhin die Rückendeckung der Sportbehörden und der RFEC weigert sich, ein Verfahren zu eröffnen. Die Spanier beharren zudem auf die WM-Nominierung Valverdes. Das endgültige Aufgebot für Stuttgart müssen die Verbände bis zum 18.September bekanntgeben.


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