"Nach dem Reglement
(der UCI) kann Valverde nicht
bei der WM fahren", erklärte
am Samstag ein Sprecher des Weltverbands
unter Hinweis auf Artikel 9.2.002
des Regelwerks.
Danach kann ein Fahrer,
gegen den Ermittlungen wegen
Dopingverdachts laufen,
von seinem Verband nicht für die Straßen-WM
nominiert werden.
Der spanische Radsportverband (RFEC)
hatte am Freitag in einem offiziellen
Statement mitgeteilt,
dass Valverde für die WM
nominiert werde.
Die UCI hatte am 29. August
ein Startverbot
ausgesprochen, weil
sie Indizien dafür fand,
dass Valverde
wie seit langem vermutet
Kunde des Fuentes-Dopingrings
war. Der RFEC ignorierte zudem
die Aufforderung
der UCI, ein
Disziplinarverfahren gegen den Spanier
zu eröffnen.
Dafür gebe es "keine
rechtliche Basis", so
der spanische Radsportverband,
der die Rückendeckung vom spanischen
Sportminister Lissavetzky hat.
"Bis heute hat die UCI
noch kein Schreiben
des spanischen Verbands erhalten",
sagte der UCI-Sprecher am Samstag.
Lissavetzky sagte der spanischen Agentur EFE, Valverde so lange zu
unterstützen, "bis die UCI neue Fakten auf den Tisch legt, die die
angeblichen Beziehungen Valverdes zu Fuentes belegen". Nach den
Worten des Ministers, der sich vor Wochen auch vor den verdächtigten
Toursieger Alberto Contador gestellt hatte, hätte Valverde die
Zulassungen zur Tour de France erfüllt und "deshalb verstehe ich
nicht, warum er nicht bei der WM starten soll, obwohl sich an der
Situation doch nichts geändert hat."
Der 27 Jahre alte Valverde
steht seit langem im Verdacht, zu
den Kunden des Fuentes-Dopingnetzwerks
zu gehören.
In den Unterlagen des
Dopingarztes
stehen die Kürzel "Valv." und "Piti" (der Name von Valverdes
Hund).
Die spanischen Sportbehörden
hatten sich jedoch dennoch stets
hinter Valverde gestellt.
Ein Ermittlungsverfahren hat es nie gegeben.
Die WM in Stuttgart
sollte für den Tour de France-Sechsten
der letzte Saisonhöhepunkt werden.
Dafür verzichtete der
Spanier, der
drei mal auf dem WM-Podium stand (2./2003 und 2005,
3./2006),
auf die Spanien-Rundfahrt.
Die Organisatoren
in Stuttgart haben sich gegen einen
Start Valverdes ausgesprochen.
Druckversion
Artikel versenden
Feedback
07.09.07 Spanier ignorieren Vorwürfe gegen Valverde
30.08.07 Fall Valverde peinlich für spanische Sportverbände
29.08.07 UCI findet nun doch Indizien gegen Valverde
26.08.07 WM in Stuttgart: Spanier nominieren Valverde und erwarten Buh-Rufe
14.08.07 Stuttgarter WM-Organisatoren gegen Start von Zabel und Valverde