MADRID, 07.09.07 (rsn) -
Der spanische Radsportverband
geht im Fall Alejandro Valverde auf Konfrontationskurs
zur UCI.
Der Weltverband hatte dem Spanier den WM-Start untersagt
und seinen Verband aufgefordert, ein Dopingverfahren
zu eröffnen aufgrund von Indizen, dass er zu den Kunden des Fuentes- Dopingrings
gehörte.
Der Königliche spanische Radsportverband (RFEC)
weigert sich jedoch,
dem nachzukommen und
will auch an einem WM-Start Valverdes
festhalten.
Im Rahmen der Prüfung
der 6000-seitigen Puerto-Akten
hatte die UCI Dokumente gefunden, die offenbar belegen,
dass Valverde wie seit
langem
von vielen Medien gemutmaßt
doch zu den Kunden des
Dopingrings von Fuentes
gehörte, den er noch
aus dessen Zeit
als Kelme-Teamarzt gut kannte.
"Gemäß der UCI-Regeln und um die Atmosphäre und den Ruf
der WM zu schützen, wird Alejandro Valverde die Teilnahme an der
anstehenden WM verwehrt",
hatte der internationale Radsportverband
am 29.August mitgeteilt.
Die UCI forderte den spanischen Radsportverband auf,
ein Disziplinarverfahren zu eröffnen.
Wie der Madrider Radiosender Cadena Ser
berichtet, sieht
der spanische Verband "keine
rechtliche Basis" für eine
Eröffnung eines Disziplinarverfahrens gegen
Valverde. Diese Position
sei abgesprochen mit
dem spanischen Sportrat,
dem Äquivalent eines
Sportministeriums.
Bei einem Gespräch von Regierungsvertretern
Verbandsspitze und
Caisse d'Epargne-Teamleitung
sei man übereingekommen,
an Valverde festzuhalten und
ihn auch zur WM zu nominieren, hieß
es weiter.
Der spanische Radsportverband
bestätigte
am Freitag in einem offiziellen Statement,
dass man Valverde für
die WM nominieren werde.
"Der RFEC informiert
die UCI, dass er gegen
ein Disziplinarverfahren gegen Valverde ist
und dass (Valverde) bei
der WM in Stuttgart dabei sein wird",
hieß es darin.
Die UCI,
die Veranstalterin der Titelkämpfe
ist, dürfte dies jedoch kaum so hinnehmen.
Der 27 Jahre alte Valverde
steht seit langem im Verdacht, zu
den Kunden des Fuentes-Dopingnetzwerks
zu gehören.
In den Unterlagen des
Dopingarztes
stehen die Kürzel "Valv." und "Piti" (der Name von Valverdes
Hund).
Die spanischen Sportbehörden
hatten sich jedoch dennoch stets
hinter Valverde gestellt.
Ein Ermittlungsverfahren hat es nie gegeben.
Die WM in Stuttgart
sollte für den Tour de France-Sechsten
der letzte Saisonhöhepunkt werden.
Dafür verzichtete der
Spanier, der
drei mal auf dem WM-Podium stand (2./2003 und 2005,
3./2006),
auf die Spanien-Rundfahrt.
Die Organisatoren
in Stuttgart haben sich gegen einen
Start Valverdes ausgesprochen.
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