«In jedem zweiten Satz
Doping», bemängelten viele Anrufer laut Pressemitteilung des Senders
die aktuellen Übertragungen. «Die Zuschauer müssen sich
offensichtlich erst einmal an die neue Situation gewöhnen», sagte
ARD-Tour-Teamchef Roman Bonnaire, der die ablehnende Haltung der
Fernseh-Zuschauer «nun doch nicht» erwartet hätte. Auch am Sonntag
lag die Quote laut ARD weit unter den Erwartungen.
Auch das ZDF wirkte am Sonntag aufklärerisch, befragte einen
Medizin-Professor zu EPO und ließ den Ex-Profi und Journalisten Paul
Kimmage zu Wort kommen, der schon 1990 mit seinem Buch «The Rough
Ride» öffentlich eine engagierte Doping-Anklage führte. Seitdem ist
der Ire im Fahrerfeld alles andere als wohl gelitten. Vor dem
Tourstart in London hatte sich Kimmage, der einst im Team des
Toursiegers Stephen Roche fuhr, Alexander Winokurow vorgenommen: «Es
ist ekelhaft, wenn Sie Toursieger würden», beschimpfte er den
Kasachen wegen dessen Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Mediziner
Michele Ferrari. Roche kritisierte seinen Landsmann dafür in der
L'Équipe harsch: «Was bildet sich der Kimmage ein.»
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