PARIS, 24.10.07 (rsn) - Nach dem Dopinggipfel des Radsports, bei dem alle Beteiligten
(Zweck-)Optimismus versprühten, soll am Donnerstag der Sport wieder
im Mittelpunkt stehen, wenn die Strecke der Tour de France 2008 in Paris vorgestellt wird.
Die 95.Auflage der "Großen Schleife" ist der dritte Versuch eines Neuanfangs,
der in den letzten beiden Jahren gründlich misslungen ist.
Sogar der alte Spruch, wonach die Tour die Helden macht, verlor seine Gültigkeit,
denn strahlende Sieger gab es - soweit es das Gesamtklassement angeht -
keine. Ob das 2008 wieder anders wird, muss sich zeigen. Der Kurs,
in groben Zügen bereits bekannt, ist jedenfalls vielversprechend.
Über die riesige Videowand im
Pariser Kongresspalast, wo Tourdirektor Christian Prudhomme
den Kurs der nächsten
Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt (5.-27.Juli) enthüllt,
werden am Donnerstag zwei Filme flimmern.
Im ersten geht es um die jüngste Vergangenheit
und es wird noch einmal an die
Farce der letzten Tour
und die vielen Affären (Sinkewitz, Vinokourov, Moreni und insbesondere Rasmussen)
erinnert. Im zweiten
geht es um die Zukunft und es wird der Ort des nächsten grand depart
vorgestellt: In der radsportverrückten Bretagne,
wo die Tour zum sechsten Mal beginnt,
ist ein stimmungsvoller Auftakt
nächstes Jahr garantiert.
Erstmals seit 1967 beginnt die Tour nicht
mit einem Auftaktzeitfahren,
sondern mit einer Etappe en ligne
zwischen Brest und Plumelec.
Am Tag darauf
folgt ein Teilstück von
Auray
nach Saint-Brieuc.
Die dritte Etappe in
der Bretagne
wird in
Saint-Malo gestartet.
Wie es dann weitergeht,
wird Tourchef Prudhomme erst am Donnerstag
verraten, aber in groben Zügen
ist der Verlauf doch auch schon bekannt.
Die Tour 2008 wird wieder entgegen des Uhrzeigersinns verlaufen,
d.h. erst Pyrenäen, dann die zuletzt
vernachlässigten Alpen.
Die erste Woche soll spannender
werden, Flachetappen wie bereits in diesem Jahr
von welligen Teilstücken unterbrochen werden, die
auch Favoriten zum Verhängnis werden können, wenn
sie einen der berühmten jour sans
haben. Das Zentralmassiv
wird schnell erreicht,
dann geht es über Figeac und Toulouse
in die Pyrenäen. Der erste Ruhetag
wird in Pau eingelegt.
Die Entscheidung wird nächstes Jahr in den Alpen
fallen. Nach italienischen Medienberichten
wird es in der Skistation Pratonevoso
in den Piemonteser Alpen eine neue Bergankunft geben
vor dem zweiten Ruhetag.
Der 1615m hohe Berg
stand beim Giro 2000 schon einmal im Programm.
Es ist das erste Mal seit 1999 (Sestriere),
dass eine Tour-Etappe in Italien endet.
Auf französischem Boden
folgt dann eine weitere
Neuerung: Der mächtige
Col de la Bonette/Restefond,
ein 2802 Meter hoher Pass in den Seealpen,
kehrt erstmals seit 1993
wieder zurück ins Tourprogramm.
Erst drei Mal wurde der Restefond
in der Tourgeschichte gefahren.
Eine alte Bekannte ist
Alpe d'Huez, die nach dem heute
offenbar obligatorischen Jahr Pause
wieder die Bühne für eine große
Bergankunft bietet.
Nach den Alpen
kommen noch ein paar Übergangsetappen und
das große Zeitfahren am vorletzten Tag vor dem großen Finale auf
den Champs-Elysées in Paris.
Tour de France 2008 vorgestellt
Inszenierung des Neuanfangs
PARIS, 25.10.07 (rsn) -
Die nächste Tour de France, die am 5.Juli 2008
in der Bretagne beginnt, soll der dritte Versuch eines
Neuanfangs werden, der in den letzten beiden Jahren
auch schon gewollt war, aber im Dopingsumpf stecken blieb.
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Schumi freut sich über Bronze
Wütender Bettini zeigt "wie man Rennen fährt"
STUTTGART, 30.09.07 (rsn) -
Paolo Bettini,
hat es geschafft: Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ist der von Stuttgarter
Politikern verschmähte Italiener zum Regenbogen gerast und darf sich
zum zweiten Mal in Folge mit dem Titel des Straßenweltmeisters schmücken.
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