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Kein Verfahrensfehler
Sinkewitz: Öffnung der B-Probe frühestens am Dienstag


Fotos: Roth

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HAMBURG, 20.07.07 (dpa) - Die B-Probe des unter Doping-Verdacht stehenden Radprofis Patrik Sinkewitz wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa nicht vor Dienstag geöffnet.

Der T-Mobile-Fahrer hatte die Kontrolle seines positiven Doping-Tests am Donnerstag beantragt. Nach dem Reglement muss die B-Probe binnen zehn Tagen, also bis spätestens zum 29. Juli, analysiert sein.

Nach Angaben der Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ist die Doping-Trainingskontrolle des Radprofis Patrik Sinkewitz korrekt nach den internationalen Test-Standards (IST) ausgeführt worden. Auch der Transport der Probe ins Labor erfolgte nach den Informationen der NADA ohne Beanstandungen nach den Vorgaben der IST, teilte die NADA am Freitag mit. Damit reagierte die in Bonn ansässige Agentur auf einen Bericht des ZDF. Danach soll es auf dem Kontrollformular der Probe Hinweise auf einen möglichen Verfahrensfehler geben. Der Kontrollraum soll während der Probe für andere Personen zugänglich gewesen sein.

«Nach den IST muss bei der Urinabgabe die Diskretion für den Athleten gewährleistet sein; für die Blutentnahme macht die IST keine speziellen Vorgaben zur Privatsphäre», hieß es in der NADA-Erklärung. Der Athlet habe natürlich bei jeder Kontrolle die Möglichkeit, auf dem Kontrollformular seine persönlichen, subjektiven Bemerkungen abzugeben. Der inzwischen suspendierte T-Mobile-Fahrer Sinkewitz war bei einer unagemeldeten Trainingskontrolle am 8. Juni positiv getestet worden.

«Die NADA steht für ein sauberes und faires Kontrollsystem. Für die NADA hat oberste Priorität, dass ein möglicherweise anstehendes sportgerichtliches Verfahren, falls die B-Probe die positive A-Probe bestätigt, korrekt abläuft», betonte die NADA. In diesem Zusammenhang registriere die Anti-Doping-Agentur mit großer Sorge, dass dies durch die Veröffentlichung von verfahrensrelevanten Unterlagen und eine mehr emotional als sachlich geführte Diskussion gefährdet werde.

Aldag bei Sinkewitz

T-Mobile-Sportdirektor Rolf Aldag hat den positiv auf Doping getesteten Patrik Sinkewitz im Hamburger Unfallkrankenhaus Boberg besucht. Über die Inhalte der Gespräche zwischen dem am Donnerstag angereisten Aldag und dem Radprofi wurde zunächst aber nichts bekannt. T-Mobile-Kommunikationsdirektor Christian Frommert berichtete, dass der am Mittwoch operierte Sinkewitz auf dem Weg der Besserung sei. «Die Operation ist gut verlaufen. Er ist körperlich in einem guten Zustand - psychisch aber ganz sicher nicht», sagte Frommert am Freitag. Über die weiteren Schritte des 26-Jährigen könne er nichts sagen. Sinkewitz lasse sich anwaltlich beraten.

Staatsanwalt ermittelt seit Juni

Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt gegen Patrik Sinkewitz. Die Behörde sei bereits im Juni nach einer anonymen Anzeige tätig geworden, sagte ein Sprecher am Freitag. Die Strafanzeige sei wegen des Verdachts des Betruges zum Nachteil eines Vertragspartners eingereicht worden. Zur Zeit werde unter anderem die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Bonn geprüft, sagte der Sprecher.


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