Die allermeisten Fahrer unter Dopingverdacht
konnten ihre Karriere fortsetzen,
mussten aber erhebliche Abstriche
bei dem Gehalt machen.
Statt bei einem Spitzenteam
fahren sie bei Zweitdivisionären.
Beim spanischen Relax-Team
fanden der ehemalige Tourvierte
Francisco Mancebo
sowie der bei T-Mobile
entlassene Oscar Sevilla,
Santiago Perez,
der eine andere zweijährige Dopingsperre
gerade abgesessen hat, sowie
Angel Vicioso und der Tscheche
Hruska Unterschlupf.
Ein regelrechtes Paradies für
die Profis vom "alten Schlag"
ist das spanische
Team Fuerteventura,
das von keinem geringeren
als dem ehemaligen
Kelme- und Valenciana-Boss Vicente Belda
geleitet wird und
dem die UCI erst nach einem
Urteil eines ordentlichen Gerichts
eine Lizenz erteilte.
Bei Belda,
der verdächtigt wird, bei Valenciana und Kelme
organisiertes Doping betrieben zu haben,
fahren eine ganze Reihe
von "Fuentes-Fahrern"
wie Mallorca-Sieger David Bernabeu.
Andere Spanier
wechselten nach Italien
wie die Guttierez-Brüder (LPR)
oder nach Portugal wie
der Sprinter Angel Edo.
Fünf mutmaßlichen
Fuentes-Kunden gelang es
trotz der Verdächtigungen
bei ProTour-Teams unterzukommen,
was die Mehrheit der Mannschaften eigentlich
verhindern wollte.
Der italienische Star
Ivan Basso wurde von Discovery
verpflichtet.
Saunier Duval holte die Spanier
Koldo Gil und Carlos Zarate.
Caisse d'Espargne
verpflichete den Spanier Constantino Zaballa
und der Italiener Giampaolo Caruso
kam bei Lampre unter.
"Arbeitslos" ist
von den bekannteren Fuentes-Fahrern derzeit
neben dem Spanier
Ruben Plaza
nur Jan Ullrich,
der der einzige ist, gegen
den noch ein Sportverfahren
läuft. Gegen den gefallenen
T-Mobile-Star laufen in
Deutschland daneben
auch staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren wegen Betrugs
und Falschaussage.
Ullrich,
derzeit ohne Lizenz, hat oder hatte Angebote
u.a. von Tinkoff, Acqua e Sapone und
Relax, allerdings
ergab sich daraus bisher
noch nichts konkretes.
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