"Es ist ein neuer Weg, Doping auszuschalten",
sagte Anne Gripper, die Antidoping-Beauftragte
der UCI gegenüber Le Monde.
Sie betonte, dass mit
dem Blutpass künftig
auch Eigen-Bluttransfusionen,
die bisher nicht nachweisbar sind,
indirekt festgestellt werden können
aufgrund der Abweichungen im Blutbild
der Sportler.
Fünf Blutwerte
(u.a. Hämatokrit, Hämoglobin, Retikulozyten)
wird der künftige Blutpass
enthalten, der die Ergebnisse der
Blutkontrollen zusammenfasst.
Die Zahl der unangekündigten
Kontrollen will die UCI
auf mindestens zehn Blut- und vier
Urinproben pro Jahr (zusätzlich zu den
Wettkampf-Dopoingtests) erhöhen.
Bis zur Tour de France 2008 sind genügend
Blutkontrollen durchgeführt werden, um
den Blutpass bis dahin nutzen zu können,
sagte Frau Gripper.
Die bisherigen festen Grenzwerte
wie die berühmt-berüchtigte
50-Prozent-Grenze beim Hämatokritwert
werden mit der Einführung
des Blutpasses der Vergangenheit angehören.
"Das Ziel ist es, individuelle
Limits festzulegen",
so Anne Gripper,
ausgehend vom individuellen
Normalwert jeden einzelnen Fahrers.
Offen ist bisher noch,
ob der Blutpass
außer zu nominalen Schutzsperren auch
als Grundlage für Dopingverfahren
genommen werden kann.
Man arbeite mit
der Weltantidopingagentur
seit 2006 daran, dass
der biologische Pass
juristisch anerkannt wird
und auf dessen Grundlage zweijährige Sperren
ausgesprochen werden können,
erklärte die Antidoping-Chefin der
UCI.
Der Weltverband
will die Einführung
des Blutpasses Anfang nächster
Woche beim internationalen
Dopinggipfel in Paris
vorstellen.
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22.09.07 Dopinggipfel: Blutpass soll schneller kommen