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Künftig individuelle Grenzwerte
Blut-Pass kommt ab 2008


Foto: Roth

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PARIS, 17.10.07 (rsn) - Der internationale Radsportverband (UCI) wird 2008 für alle Profis einen obligatorischen Blutpass einführen, in dem die wichtigsten Blutparameter enthalten sind. Die UCI wird das neue Instrument im Dopingkampf nächste Woche beim Antidopinggipfel in Paris vorstellen, berichtet am Mittwoch die französische Tageszeitung Le Monde.

"Es ist ein neuer Weg, Doping auszuschalten", sagte Anne Gripper, die Antidoping-Beauftragte der UCI gegenüber Le Monde. Sie betonte, dass mit dem Blutpass künftig auch Eigen-Bluttransfusionen, die bisher nicht nachweisbar sind, indirekt festgestellt werden können aufgrund der Abweichungen im Blutbild der Sportler.

Fünf Blutwerte (u.a. Hämatokrit, Hämoglobin, Retikulozyten) wird der künftige Blutpass enthalten, der die Ergebnisse der Blutkontrollen zusammenfasst. Die Zahl der unangekündigten Kontrollen will die UCI auf mindestens zehn Blut- und vier Urinproben pro Jahr (zusätzlich zu den Wettkampf-Dopoingtests) erhöhen. Bis zur Tour de France 2008 sind genügend Blutkontrollen durchgeführt werden, um den Blutpass bis dahin nutzen zu können, sagte Frau Gripper.

Die bisherigen festen Grenzwerte wie die berühmt-berüchtigte 50-Prozent-Grenze beim Hämatokritwert werden mit der Einführung des Blutpasses der Vergangenheit angehören. "Das Ziel ist es, individuelle Limits festzulegen", so Anne Gripper, ausgehend vom individuellen Normalwert jeden einzelnen Fahrers. Offen ist bisher noch, ob der Blutpass außer zu nominalen Schutzsperren auch als Grundlage für Dopingverfahren genommen werden kann. Man arbeite mit der Weltantidopingagentur seit 2006 daran, dass der biologische Pass juristisch anerkannt wird und auf dessen Grundlage zweijährige Sperren ausgesprochen werden können, erklärte die Antidoping-Chefin der UCI. Der Weltverband will die Einführung des Blutpasses Anfang nächster Woche beim internationalen Dopinggipfel in Paris vorstellen.


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22.09.07 Dopinggipfel: Blutpass soll schneller kommen




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