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"Oil for Drugs"-Affäre
Drei Monate Dopingsperre für Danilo Di Luca


Foto: Roth

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ROM, 16.10.07 (rsn) - Der Italiener Danilo di Luca, Girosieger und Gesamtleader der "ProTour", ist vom italienischen olym- pischen Komitee wegen seiner Verwicklung in die "Oil for Drugs"- Dopingaffäre am Dienstag mit einer dreimonatigen Sperre belegt worden.

Der Ankläger des italienischen olympische Komitees (CONI), die oberste Sportbehörde des Landes, hatte am 27 September eine viermonatige Dopingsperre gegen Di Luca beantragt, der danach auf seinen Start bei der Straßen-WM in Stuttgart verzichtete. Nach der Sperre muss Di Luca seinen Start bei der Lombardei-Rundfahrt, mit der am Samstag die Saison zu Ende geht, absagen.

Nach Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft hatte CONI-Chefankläger Ettore Torri den Girosieger ins Visier genommen. Im Rahmen ihrer Aktion «Oil for Drug» hatte die Justiz gegen Dopingärzte und Dopinghändler ermittelt. Dabei deckten sie auch auf, dass Di Luca weiterhin Patient des mutmaßlichen Dopingarztes Carlo Santuccione war. Ein Dopingvergehen konnten sie Di Luca allerdings nicht nachweisen. Ein erstes Ermittlungsverfahren gegen den Radprofi wurde daraufhin eingestellt. Den Sportverbänden reicht jedoch allein schon Di Lucas weitere Zusammenarbeit mit Santuccione für eine Verurteilung. Santuccione sei immer schon Hausarzt und Freund seiner Familie gewesen. Deshalb habe er ihn konsultiert, verteidigte sich der Fahrer des Liquigas-Rennstalls.

Di Luca war am Dienstag von der CONI vernommen worden. Vor der anderthalbstündigen Vernehmung am CONI-Sitz im römischen Olympiastadion hatte der Liquigas-Star gegenüber Reportern erklärt, er sei "molto tranquillo, come sempre" ("ganz ruhig, wie immer"). Nach der Urteilsverkündung zeigte sich Di Luca "enttäuscht" und sprach von "Ungerechtigkeit". Di Luca-Anwalt Federico Cecconi sagte, die CONI habe seinen Mandant wegen einer Zusammenarbeit mit Santuccione verurteilt, obgleich der zum fraglichen Zeitpunkt von CONI selbst anerkannt gewesen sei.


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