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Spanier droht mit Verleumdungsklagen
Contador schwört: "Nie gedopt"


Foto: Roth

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MADRID, 10.08.07 (rsn) - Toursieger Alberto Contador (Discovery) kämpft gegen die anhaltenden Dopingverdächtigungen gegen ihn. In einer Pressekonferenz am Freitag in Madrid verlas der Spanier eine Erklärung, in der er versicherte, nie gedopt zu haben.

"Ich habe nie gedopt. Ich habe mich nie an einem Akt des Dopings beteiligt", las Contador aus seinem vorbereiteten schriftlichen Statement am Sitz des staatlichen spanischen "Sportrates", dem Pendant eines Sportministeriums. An der Seite des Toursiegers saß Johan Bruyneel, der Chef seines Discovery Channel-Teams. Fragen ließ Contador bei dem Pressetermin keine zu.

Der 24-jährige Contador gewann die letzte Tour de France, nachdem der Däne Michael Rasmussen, der den Sieg praktisch schon sicher hatte, wegen Dopingverdachts von seinem eigenen Team aus dem Rennen genommen worden war. Auch gegen Contador werden immer wieder Dopingvorwürfe laut. Der Name des Spaniers tauchte anfangs in den Ermittlungsakten der Fuentes-Affäre auf und er durfte aus diesem Grund nicht bei der Tour 2006 starten. UCI und auch Tour de France sehen Contador in der Sache aber inzwischen entlastet. Gleichwohl wurde Contador von den Organisatoren der Deutschland-Tour und der Hamburger Cyclassics zur "unerwünschten Person" erklärt, nachdem der Heidelberger Anti-Dopingkämpfer Werner Franke behauptet hatte, die Vorwürfe gegen Contador seien in Spanien lediglich vertuscht worden.

Unterstützung von UCI und spanischen Behörden

"Ich kann es nicht verstehen, dass Leute, die mich nicht kennen, meine Aufrichtigkeit als Sportler in Zweifel ziehen", sagte der 24-Jährige. "Die Tour de France habe ich auf saubere Weise gewonnen." Contador drohte am Freitag mit Klagen, wenn die "verleumderischen Informationen und Attacken gegen mich weitergehen". Er werde "ohne zu zögern alle juristischen Mittel, die im Rechtsstaat zur Verfügung stehen" einsetzen und kündigte Schadenersatzklagen an. "Wenn der unschätzbare Schaden, der mir zugefügt wurde, finanziell ausgeglichen werden sollte, würde ein Teil davon in den Kampf gegen Doping fließen", so Contador.

Contador betonte, er habe die volle Unterstützung der UCI, des spanischen Sportrates, des spanischen Radsportverbands und die des spanischen Sportministers Jaime Lissavetzki, der am Freitag an der Seite Contadors erschien und dem Toursieger vor den Objektiven der Fotografen und Kameraleuten demonstrativ die Hand reichte.

"Ich stehe den zuständigen Stellen zur Verfügung. Ich werde alle Fragen beantworten und bin auch zu einer DNS-Probe bereit", sagte Contador. "Als Sieger der Tour de France 2007 rufe ich dazu auf, an mich und an den Radsport zu glauben. Ihr werdet noch viel Freude mit mir haben. Ich will nicht nur Rennen gewinnen, sondern auch den Radsport zu einer attraktiven und allseits bewunderten Sportart machen."


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