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Italiener zwei Jahre gesperrt
Ivan Basso: "Ich komme 2009 zurück"

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ROM, 15.06.07 (rsn) - Ivan Basso, der seine Verwicklung in die Dopingaffäre um den spanischen Arzt Fuentes und einen "Dopingversuch" zugegeben hat, ist vom italienischen Radsportverband (FIC) am Freitag für zwei Jahre gesperrt worden.


Foto: Roth
"Ivan Basso ist von der Disziplinarkommission des (italienischen)Radsportverband für 24 Monate gesperrt worden", gab ein FIC-Sprecher am Abend die Höchststrafe bekannt. Die Hoffnungen des Italieners auf eine mildere Bestrafung erfüllten sich somit nicht.

"Ich akzeptiere das Strafmaß. Ich werde weiter trainieren und plane 2009 zurückzukehren", sagte der 29- Jährige nach der Urteilsverkündung. Da die Suspendierung durch sein früheres CSC-Team angerechnet wird, läuft seine Sperre bereits am 24. Oktober 2008 ab. Nach dem Ethik-Kodex der ProTour-Teams wird er danach aber weitere zwei Jahre bei keinem Spitzenteam fahren können.

"Ich habe alles verloren, Rennen, Verträge. Aber das ist richtig so, weil ich einen Fehler begangen habe", gab sich der 29-Jährige am Freitagabend reumütig. Gegen das Urteil will er nicht vorgehen, auch wenn sein Anwalt Massimo Martelli meinte: "Ich bin enttäuscht. Eigentlich müsste ich als Anwalt sagen, ich gehe in Berufung."

Der Girosieger von 2006 war am Freitagmorgen im römischen Olympiastadion von der Kommission vernommen worden, die ihm Verstöße gegen die Artikel 2.2 (Gebrauch oder Versuch des Gebrauchs von verbotenen Substanzen) und 2.6 (Besitz verbotener Substanzen) des Reglements der Welt-Antidopingagentur vorwarf. "Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe und ich habe es verdient, bestraft zu werden. Bitte verurteilen sie mich nicht wegen meines Namens und wegen der Dinge, die über mich gesagt und geschrieben wurden", hatte Basso bei der Anhörung erklärt.

Der 29-jährige Basso hatte im Mai gegenüber dem italienischen olympischen Komitee (CONI) in Anbetracht von überwältigenden Indizien zugegeben, Blut bei dem mutmaßlichen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes gelagert zu haben, um es auf illegale Weise bei der Tour de France 2006 einzusetzen. Da Basso der Tour- Start im Vorjahr wie Jan Ullrich wegen Doping-Verdachts verweigert wurde, hätte er sich nur des Doping-Versuchs schuldig gemacht, argumentierte der frühere CSC-Fahrer.

"Ich gebe zu, versucht zu haben, mich vor der Tour der France zu dopen und bin bereit, dafür den Preis zu zahlen", hatte Basso, der im Vorjahr den Giro gewann, Ende Mai gesagt. Alle seine Siege habe er jedoch ohne Doping erreicht, betonte er damals, auch wenn er etwa beim Giro 2006 für seine Gegner "außerirdisch" (Gilberto Simoni) fuhr.

Bassos Anwalt Massimo Martelli hatte bei der Anhörung am Freitag die Disziplinarkommission darum gebeten, seinen Mandanten nicht länger als die von CONI geforderten 21 Monate von Rennen auszuschließen. Die Maximalsperre von zwei Jahren solle bei Basso nicht greifen, "da er der erste Weltklasse-Fahrer in der Geschichte ist, der ein solch Eingeständnis gemacht hat", sagte Martelli. Bassos Anwalt appellierte an die Kommission: "Lasst uns uns zusammen als Italiener verteidigen."

CONI wollte Basso für seine zurückhaltenden Aussagen einen Strafnachlass von drei Monaten auf die Maximalsperre gewähren. Der internationale Radsportverband UCI hatte jedoch die von der WADA vorgegebene Strafe für Ersttäter von zwei Jahren gefordert. In der Urteilsbegründung wurde ihm die mangelnde Mitarbeit bei der Aufklärung der Affäre angekreidet. Basso ist zur Zeit ohne Team. Ende April hatte er sich mit seinem Discovery-Team auf eine Auflösung des Vertrags geeinigt.


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