
Foto: Roth
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"Ivan Basso ist
von der Disziplinarkommission
des (italienischen)Radsportverband für 24 Monate gesperrt
worden", gab ein FIC-Sprecher
am Abend die Höchststrafe bekannt.
Die Hoffnungen des Italieners
auf eine mildere Bestrafung
erfüllten sich somit nicht.
"Ich akzeptiere das Strafmaß. Ich
werde weiter trainieren und plane 2009 zurückzukehren", sagte der 29-
Jährige nach der Urteilsverkündung. Da die Suspendierung
durch sein früheres
CSC-Team angerechnet wird, läuft seine Sperre
bereits am 24. Oktober 2008 ab.
Nach dem Ethik-Kodex der ProTour-Teams wird
er danach aber weitere
zwei Jahre bei keinem Spitzenteam fahren können.
"Ich
habe alles verloren, Rennen, Verträge. Aber das ist richtig so, weil
ich einen Fehler begangen habe", gab sich der 29-Jährige am
Freitagabend reumütig. Gegen das Urteil will er nicht vorgehen, auch wenn sein
Anwalt Massimo Martelli meinte: "Ich bin enttäuscht. Eigentlich
müsste ich als Anwalt sagen, ich gehe in Berufung."
Der Girosieger von 2006 war am Freitagmorgen
im römischen Olympiastadion
von der Kommission vernommen worden,
die ihm Verstöße gegen
die Artikel 2.2 (Gebrauch
oder Versuch des Gebrauchs von
verbotenen Substanzen) und
2.6 (Besitz verbotener Substanzen)
des Reglements der Welt-Antidopingagentur
vorwarf.
"Ich weiß,
dass ich Fehler gemacht habe und ich habe es verdient, bestraft zu
werden. Bitte verurteilen sie mich nicht wegen meines Namens und
wegen der Dinge, die über mich gesagt und geschrieben wurden",
hatte Basso bei der Anhörung erklärt.
Der 29-jährige Basso
hatte im Mai gegenüber
dem italienischen olympischen Komitee
(CONI) in Anbetracht von überwältigenden
Indizien zugegeben, Blut bei dem mutmaßlichen
Doping-Arzt Eufemiano Fuentes gelagert zu haben, um es auf illegale
Weise bei der Tour de France 2006 einzusetzen. Da Basso der Tour-
Start im Vorjahr wie Jan Ullrich wegen Doping-Verdachts verweigert
wurde, hätte er sich nur des Doping-Versuchs schuldig gemacht,
argumentierte der frühere CSC-Fahrer.
"Ich gebe zu, versucht zu haben, mich vor der Tour der France zu
dopen und bin bereit, dafür den Preis zu zahlen", hatte Basso, der im
Vorjahr den Giro gewann, Ende Mai gesagt. Alle seine Siege habe er
jedoch ohne Doping erreicht, betonte er damals,
auch wenn er etwa beim Giro 2006
für seine Gegner "außerirdisch" (Gilberto Simoni)
fuhr.
Bassos Anwalt Massimo Martelli
hatte bei der Anhörung am Freitag die Disziplinarkommission darum gebeten,
seinen Mandanten nicht länger als die von CONI
geforderten 21 Monate von Rennen auszuschließen. Die Maximalsperre
von zwei Jahren solle bei Basso nicht greifen, "da er der erste
Weltklasse-Fahrer in der Geschichte ist, der ein solch Eingeständnis
gemacht hat", sagte Martelli. Bassos Anwalt appellierte an die
Kommission: "Lasst uns uns zusammen als Italiener verteidigen."
CONI wollte Basso für seine zurückhaltenden Aussagen einen Strafnachlass
von drei Monaten auf die Maximalsperre gewähren. Der internationale Radsportverband UCI
hatte jedoch die von der WADA vorgegebene
Strafe für Ersttäter von zwei Jahren gefordert.
In der Urteilsbegründung wurde ihm die mangelnde
Mitarbeit bei der Aufklärung der Affäre angekreidet.
Basso ist zur Zeit
ohne Team. Ende April hatte
er sich mit seinem Discovery-Team auf
eine Auflösung des Vertrags geeinigt.
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