Search
      Startseite | News | Ergebnisse | Fahrer | Teams | Kalender | Features | Archiv | Downloads | LIVE-Ticker

Letzte Meldungen:    

Copyright © 1996-2007 by Radsport-News.com.
Alle Rechte vorbehalten.

Druckversion    Artikel versenden    Feedback
CONI-Ankläger bedauert Rückzieher
"Basso hat Angst vor Kollegen"


BASSO BEI SEINER PRESSEKONFERENZ AM 8.MAI Foto: Roth

ANZEIGE
ROM, 15.05.07 (rsn) - Ettore Torri, der Vorsitzende der Antidopingkommission des italienischen olympischen Komitees (CONI), hat am Dienstag auf einer Pressekonferenz bedauert, dass Ivan Basso auf Druck seines Umfelds einen Rückzieher gemacht habe nach seinem ursprünglichen Dopinggeständnis.

"Die Ergebnisse der ersten Phase (der Ermittlungen) sind weniger glänzend, als wir erhofft haben", sagte Torri bei einer Pressekonferenz am Sitz der CONI in Rom, bei der er über den Stand der Untersuchungen zu der Verwicklung von Basso in die spanische Fuentes-Affäre informierte. "Nachdem eine erste Anhörung (am 2.Mai) ganz negativ verlief, hat Basso bei einer zweiten Anhörung(am 7.Mai) angekündigt, er wolle kooperieren, Namen zwar nur unter Bedingungen zu nennen, uns aber konkrete Elemente zu geben. Das hat sich bei einer dritten Befragung (am 10.Mai) nicht bestätigt. Offensichtlich wurde er von seinen Anwälten, aber auch von Sponsoren und Sportdirektoren kontaktiert, die ihn aufgefordert haben zurückzurudern", sagte Torri.

Der CONI-Ankläger kündigte an, dass die Ermittlungen gegen Basso und den ebenfalls in die Affäre verstrickten Michele Scarponi weitergingen und sich die beiden italienischen Radprofis vorerst noch nicht vor der Sportjustiz zu verantworten haben. CONI hatte am Montag die vorläufigen Sperren der beiden beim italienischen Radsportverband beantragt. Basso, der seinen Vertrag bei Discovery aufgelöst hat, ist derzeit ohnehin ohne Team.

Basso hatte zunächst gegenüber Torri seine Verstrickung in die Fuentes-Affäre, die angesichts der überwältigenden Indizien sowieso kaum noch zu leugnen war, zugegeben, dann aber auf seiner Pressekonferenz am 8.Mai in Mailand behauptet, er habe lediglich "versucht", bei der Tour de France zu dopen, seine Siege seien immer "sauber" gewesen.

Basso habe Angst, von der Szene verstoßen zu werden "und damit seine Arbeit zu verlieren", sagte Torri. Zudem fürchte Basso "die Aberkennung seines Girosiegs 2006". Aus diesen Gründen würde er nun davor zurückscheuen, bei der Aufklärung der Affäre mitzuhelfen. Basso habe sogar Angst vor tätlichen Angriffen von Rennfahrerkollegen, sagte Torri: "Im Rennen kann das kleinste Ding schon dazu führen, dass man im Graben liegt. In dieser Hinsicht haben (Basso und Scarponi) ihre Angst ausgedrückt."


Druckversion    Artikel versenden    Feedback

14.05.07 CONI beantragt Sperren gegen Basso und Scarponi
12.05.07 McQuaid: "Basso verdient kein Mitleid"
11.05.07 CONI-Dopingermittler: "Basso will noch viel sagen"
10.05.07 Basso bereut Doping-"Versuch": "Bitte verzeiht mir"
10.05.07 Basso-Taktik findet Nachahmer in Spanien
09.05.07 Bassos Pseudo-Geständnis: Ullrich immer mehr isoliert
08.05.07 Fall Basso: Nach dem Reglement ist der Versuch strafbar
08.05.07 Basso: "Ich habe immer sauber gewonnen"




Startseite | News | Ergebnisse | Fahrer | Teams | Kalender | Features | Downloads | LIVE-Ticker

© 1996-2007 Radsport-News.com