"Die Ergebnisse der ersten Phase
(der Ermittlungen) sind weniger
glänzend, als wir erhofft haben",
sagte Torri bei einer
Pressekonferenz
am Sitz der CONI in Rom,
bei der er über den Stand der
Untersuchungen zu der Verwicklung
von Basso in die spanische Fuentes-Affäre
informierte. "Nachdem
eine erste Anhörung (am 2.Mai)
ganz negativ verlief, hat
Basso bei einer zweiten Anhörung(am 7.Mai)
angekündigt, er
wolle kooperieren,
Namen zwar nur unter Bedingungen
zu nennen, uns aber
konkrete Elemente zu geben.
Das hat sich bei einer dritten Befragung
(am 10.Mai) nicht bestätigt.
Offensichtlich wurde
er von seinen Anwälten,
aber auch von Sponsoren und
Sportdirektoren
kontaktiert, die ihn aufgefordert haben zurückzurudern",
sagte Torri.
Der CONI-Ankläger kündigte an,
dass die Ermittlungen
gegen Basso und den ebenfalls in
die Affäre verstrickten
Michele Scarponi weitergingen und
sich die beiden italienischen Radprofis
vorerst noch nicht vor
der Sportjustiz
zu verantworten haben.
CONI hatte am Montag die vorläufigen Sperren
der beiden beim italienischen Radsportverband beantragt.
Basso, der seinen Vertrag bei Discovery
aufgelöst hat, ist derzeit ohnehin
ohne Team.
Basso hatte zunächst gegenüber Torri seine Verstrickung
in die Fuentes-Affäre, die angesichts
der überwältigenden Indizien sowieso kaum noch zu leugnen war,
zugegeben, dann aber auf seiner Pressekonferenz
am 8.Mai in Mailand behauptet, er habe lediglich "versucht",
bei der Tour de France zu dopen,
seine Siege seien immer "sauber" gewesen.
Basso habe Angst, von
der Szene verstoßen zu werden
"und damit seine Arbeit zu verlieren",
sagte Torri. Zudem fürchte
Basso "die Aberkennung seines Girosiegs 2006".
Aus diesen Gründen würde
er nun davor zurückscheuen,
bei der Aufklärung der Affäre
mitzuhelfen.
Basso habe sogar Angst
vor tätlichen Angriffen
von Rennfahrerkollegen,
sagte Torri: "Im Rennen kann das kleinste
Ding schon dazu führen,
dass man im Graben liegt.
In dieser Hinsicht haben (Basso und
Scarponi)
ihre Angst ausgedrückt."
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