Wie CONI am Montag bekanntgab,
wurde bei der Disziplinarkommission
des italienischen Radsportverbandes
eine "präventive" Sperre
gegen die beiden Profis beantragt
bis zur Klärung der
Affäre durch die Antidopingkommission
der CONI.
Girosieger Basso und
der 27-jährige Scarponi (Acqua Sapone)
hatten vorige Woche
in Anbetracht der überwältigenden
Indizien als erste der verdächtigen
Radprofis zugegeben, zu den Kunden
von Fuentes gehört zu haben.
Beide erklärten sich bereit, mit
den Sportbehörden bei
der Aufklärung
der Affäre zu kooperieren.
Basso hatte sich mit seinem Discovery-Team
Anfang Mai auf eien Auflösung
des Vertrags geeinigt.
Bassos "Geständnis" war als
halbherzig kritisiert worden,
nachdem der
letztjährige Giro-Dominator,
der zwischen 2004 und 2006 mehr
als 100.000 Euro an Fuentes
gezahlt hat, einschränkte,
er habe lediglich "versucht",
bei der Tour de France 2006 zu dopen,
seine Siege seien immer sauber gewesen.
Der Präsident
der UCI, Pat McQuaid,
hatte am Wochenende
erklärt, Basso
habe monatelang gelogen und
verdiene weder Mitleid
noch eine mildere Strafe
wegen seines späten Geständnis.
Basso droht im Normalfall eine
zweijährige Sperre.
Der Skandal um den Dopingring des spanischen Mediziners Fuentes
war vor einem Jahr publik geworden,
als die spanische Polizei
bei dem Arzt eine Razzia durchführte und
zahlreiche Dopingmittel sowie mehrere hundert Blutkonserven
konfiszierte.
Rund 50 Rennfahrer werden verdächtigt,
zu den Kunden des Netzwerks gehört zu haben,
darunter neben zumeist spanischen
Profis auch Jan Ullrich und Ivan Basso.
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