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Fuentes-Dopingaffäre
CONI beantragt Sperren gegen Basso und Scarponi

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ROM, 14.05.07 (rsn) - Das nationale olympische Komitee Italiens (CONI) hat in seiner Eigenschaft als oberste Sportbehörde des Landes Sperren gegen die Radprofis Ivan Basso und Michele Scarponi beantragt. Die beiden hatten vorige Woche zugegeben, in die spanische Dopingaffäre um den Mediziner Fuentes verwickelt zu sein.

Wie CONI am Montag bekanntgab, wurde bei der Disziplinarkommission des italienischen Radsportverbandes eine "präventive" Sperre gegen die beiden Profis beantragt bis zur Klärung der Affäre durch die Antidopingkommission der CONI.

Girosieger Basso und der 27-jährige Scarponi (Acqua Sapone) hatten vorige Woche in Anbetracht der überwältigenden Indizien als erste der verdächtigen Radprofis zugegeben, zu den Kunden von Fuentes gehört zu haben. Beide erklärten sich bereit, mit den Sportbehörden bei der Aufklärung der Affäre zu kooperieren. Basso hatte sich mit seinem Discovery-Team Anfang Mai auf eien Auflösung des Vertrags geeinigt.

Bassos "Geständnis" war als halbherzig kritisiert worden, nachdem der letztjährige Giro-Dominator, der zwischen 2004 und 2006 mehr als 100.000 Euro an Fuentes gezahlt hat, einschränkte, er habe lediglich "versucht", bei der Tour de France 2006 zu dopen, seine Siege seien immer sauber gewesen.

Der Präsident der UCI, Pat McQuaid, hatte am Wochenende erklärt, Basso habe monatelang gelogen und verdiene weder Mitleid noch eine mildere Strafe wegen seines späten Geständnis. Basso droht im Normalfall eine zweijährige Sperre.

Der Skandal um den Dopingring des spanischen Mediziners Fuentes war vor einem Jahr publik geworden, als die spanische Polizei bei dem Arzt eine Razzia durchführte und zahlreiche Dopingmittel sowie mehrere hundert Blutkonserven konfiszierte. Rund 50 Rennfahrer werden verdächtigt, zu den Kunden des Netzwerks gehört zu haben, darunter neben zumeist spanischen Profis auch Jan Ullrich und Ivan Basso.


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