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Fuentes-Dopingaffäre
McQuaid: "Basso verdient kein Mitleid"

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LA MADDALENA, 12.05.07 (rsn) - In ungewöhnlich scharfer Form hat UCI-Präsident Pat McQuaid am Samstag den Italiener Ivan Basso angegriffen, der nach seinem halbherzigen Geständnis in italienischen Medien auf Sympathie gestoßen war. Basso verdiene weder "Mitleid" noch eine verkürzte Sperre, so McQuaid.

Fotos: Roth
"Basso ist schuldig. er hat monatelang seine Sponsoren, sein Team, seine Teamkollegen angelogen. Er verdient nicht unser Mitleid", sagte McQuaid am Rande des Starts des Giro d'Italia auf der Insel Maddalena bei Sardinien. "Basso hat wie alle in die Puerto-Affäre verstrickten Leute dem Radsport schweren Schaden zugefügt", betonte der UCI-Chef, der den italienischen Medien vorwarf, zu sanft mit dem Girosieger von 2006 umzugehen.

"Wir haben volles Vertrauen in die CONI (das nationale italienische olympische Komitee als oberste Sportbehörde, die Red.) und wir sind zufrieden mit deren Arbeit", sagte McQuaid. Der Präsident des Weltverbandes ist der Ansicht, dass eine reduzierte Sperre für Basso gegenüber "allen sauberen Fahrern und dem Antidopingkampf" ungerecht wäre. Der Italiener habe "monatelang gelogen" und erst gestanden "als er mit dem Rücken zur Wand" stand.

McQuaid gab bekannt, dass die UCI-Anwälte inzwischen Zugang zu den neuen 6000 Seiten Akten haben, auf die sich kürzlich die Gazzetta dello Sport gestützt hatte bei ihrer Meldung, es tauchten womöglich die Namen von weiteren rund 50 verdächtigen Profis auf. "(Die Anwälte) haben uns gesagt, dass es keine Liste von 48 oder 49 neuen Namen gibt. Sie werden die Akten studieren und sobald wir die Erlaubnis bekommen, diese Informationen zu nutzen, werden wir sie an die verschiedenen betroffenen nationalen Verbände weitergeben", so McQuaid.

Der Skandal um den Dopingring des spanischen Mediziners Fuentes war vor einem Jahr publik geworden, als die spanische Polizei bei dem Arzt eine Razzia durchführte und zahlreiche Dopingmittel sowie mehrere hundert Blutkonserven konfiszierte. Rund 50 Rennfahrer werden verdächtigt, zu den Kunden des Netzwerks gehört zu haben, darunter neben zumeist spanischen Profis auch Jan Ullrich und Ivan Basso.


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