Im einem dreistündigen Gespräch hatte der Giro d'Italia-Sieger von
2006 am Donnerstag Torri erneut Rede und Antwort gestanden. «Wir
wollten einige seiner Aussagen klären, die im Widerspruch zu den
Ermittlungsergebnissen der Operacion Puerto standen», sagte Torri.
Neue Namen habe Basso nicht genannt. Sowohl Basso als auch Michele
Scarponi hätten jedoch «nützliche Hinweise zur Identifikation eines
italienschen Arztes» gegeben, der sie zu Fuentes gebracht habe.
Nach einem Bericht der Gazzetta dello Sport sollen beide
Radprofis Torri den Namen des verdächtigten Arztes bereits genannt
haben. Wie La Repubblica in Rom berichtet, soll es sich um
Luigi Cecchini handeln, mit dem auch schon Jan Ullrich
zusammengearbeitet haben soll. Der Name Cecchini war bereits mehrfach
bei Dopingermittlungen aufgetaucht.
Das trifft auch auf Alessandro Kalc zu, einem Betreuer, der
«Blutbote» genannt wird, und die Blutbeutel von Fuentes den Fahrern
zugestellt haben soll. Kalc war ebenfalls vor das CONI geladen und
soll sich zu den erdrückenden Beweisen nicht geäußert haben. Seine
Anhörung ist auf den 16. Mai vertagt worden.
Sowohl Basso als auch Scarponi hatten zugegeben, dass sich in
einigen der im Dopinglabor von Fuentes in Madrid beschlagnahmten
Blutbeutel ihr Blut befunden habe. Basso bestritt jedoch Blutdoping
durchgeführt zu haben. Er habe es lediglich für die Tour de France
2006 vorbereitet.
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