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Spanische Dopingaffäre
UCI warnt Fahrer: Tourausschluss bei Beweisen

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STRASSBURG, 28.06.06 (rsn) - Der internationale Radsportverband UCI hat die Teilnehmer der Tour de France gewarnt, dass sie aus dem Rennen ausgeschlossen werden, wenn sich während der Rundfahrt Beweise ergeben, dass sie in die jüngste spanische Dopingaffäre um den früheren Liberty-Arzt Fuentes verwickelt sind.

UCI-Präsident Pat McQuaid riet in einem Brief an die ProTour-Mannschaften eindringlich dazu, von allen Fahrern eine schriftliche Erklärung einzuholen, dass sie nicht in die Sache verwickelt sind. "Wenn eine falsche Erklärung abgegeben wird, könnten sie sofort das Team verlassen und eine hohe Strafe zahlen und die Fahrer, die eine Erklärung verweigern, würden ersetzt", schrieb der irische UCI-Chef.

"Wenn die UCI während des Rennen offizielle Informationen erhält (über die Verwicklung eines Fahrers), wird sie sofort den Ausschluss des Fahrers fordern und sie dürften bis zum Ende des Disziplinarverfahrens keine Rennen fahren", betonte McQuaid. Die UCI würde so eng wie möglich mit den spanischen Behörden zusammenarbeiten. Die Guardia Civil ermittelt gegen ein kriminelles Dopingnetzwerk um Fuentes.

Der Schweizer Phonak-Rennstall hatte seine beiden starken Rennfahrer Enrique Gutierrez und Santiago Botero aus dem Tourkader gestrichen, nachdem es einige Anhaltspunkte dafür gibt, dass sie Kunden des Fuentes-Rings waren. Nach spanischen Presseberichten wird auch T-Mobile-Profi Oscar Sevilla verdächtigt, in die Sache verwickelt zu sein. In einer schriftlichen Erklärung, die die Bonner Mannschaft von allen Fahrern verlangte, bestritt der Spanier dies. Er wird an der Seite von Jan Ullrich die Tour fahren. Ullrich selbst ist ebenfalls Gegenstand von Spekulationen über eine Verwicklung (s.a. aktuelle Meldung dazu). Über die Tour-Teilnahme des Astana-Würth-Teams, von dem nach Presseberichten 15 Fahrer in die Dopingaffäre verstrickt sind, ist noch nicht entschieden (s.Story)

CPA für Runden Tisch

Unterdessen forderte der Verband der Profiradrennfahrer (CPA) nach einer außerordentlichen Sitzung seines Vorstands in Straßburg die Einsetzung eines "Runden Tisches" zur Lösung der aktuellen Krise. Fahrer, Rennställe und Organisatoren sollten zusammen "dem Problem auf den Grund gehen". Der CPA verwahrte sich dagegen, dass Fahrer allein aufgrund von Presseberichten öffentlich verurteilt würden.


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