PARIS, 26.10.06 (rsn) -
Die Verantwortlichen der ProTour- Mannschaften, die
am Mittwoch am Rande der Tour de France-Präsentation in
Paris zusammenkamen, wollen schnellstmöglich
obligatorische DNS-Proben der Fahrer, mit
denen dann mögliche Dopingbetrüger in
der Fuentes-Affäre schnell und
zweifelsfrei überführt werden könnten.
"Alle Mannschaften werden
ihre Rennfahrer bitten,
bis zum 1.Januar 2007
die UCI zu authorisieren,
falls nötig DNS-Proben
zu nutzen, insbesondere
in der Fuentes-Affäre",
sagte ein Verantwortlicher
eines ProTour-Teams.
Das bedeutet, dass ein
Rennfahrer DNS-Proben
erlauben muss, sonst bekommt
er keinen Vertrag.
Mit dem "genetischen
Fingerabdruck"
kann man etwa leicht feststellen,
ob die in der spanischen
Dopingaffäre gefundenen
Blutproben den verdächtigen Rennfahrern
gehören oder nicht.
Die in den Skandal verstrickten Stars
Jan Ullrich und Ivan Basso lehnen
DNS-Tests bisher kategorisch ab.
Beide wollen ihre Karriere
fortsetzen, um bei
einem Topteam zu fahren,
müssten sie also DNS-Test zustimmen.
Die Teamchefs bekräftigten
bei dem Treffen in Paris,
bei dem auch UCI-Präsident Pat McQuaid teilnahm, noch einmal
die Linie, die sie bei
dem letzten Zusammenkommen bei
der WM in Salzburg gefunden
hatten.
Am freiwilligen Ethik-Kodex,
an dem der Rennfahrerverband
schrfe Kritik übt,
soll festgehalten werden,
ebenso an dem Prinzip der automatischen
Sperre für ein Team
das in mehrere Dopingfälle verwickelt ist.