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Basso unterschreibt bei Discovery
Riis sieht sich als Verlierer der Fuentes-Affäre


BASSO UND RIIS VOR DER LETZTEN TOUR  Foto: Roth

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MAILAND, 08.11.06 (rsn) - CSC-Teamchef Bjarne Riis, der sich von seinem in die Fuentes-Affäre verwickelten italienischen Star Ivan Basso getrennt hatte, sieht sich als einer der Verlierer des Skandals, der ansonsten ziemlich folgenlos zu bleiben scheint.

Ivan Basso wird nächstes Jahr die Farben des Discovery-Teams tragen. Der 28-jährige Girosieger unterschrieb bei dem amerikanischen ProTour-Rennstall einen Zwei-Jahresvertrag, wie dessen Sportdirektor Johan Bruyneel am Mittwoch bekanntgab. Bei Discovery, das bei seiner ersten Tour de France ohne Armstrong völlig unterging, wird Basso der neue Kapitän werden. "Wir freuen uns sehr, dass Ivan zu uns kommt und wir hoffen, dass er bereits an unserem Trainingslager am 3.Dezember in Austin (Texas/USA) in unserer Mitte ist", sagte Bruyneel. Teammanager Bill Stapleton sagte, er sei "glücklich" über den Neuzugang. "Bei unseren letzten beiden Tours mit Lance hat uns Ivan (3./2004, 2./2005) Sorgen bereitet und wir erwarten 2007 viel von ihm", so Stapleton.

Während die Verantwortlichen von Discovery strahlten, war CSC-Teamchef Bjarne Riis bitter. Er hatte sich am 18.Oktober "einvernehmlich" von seinem - weiterhin! - unter Dopingverdacht stehenden Star getrennt. Das Verfahren gegen Basso wegen der Doping-Verstrickungen war zuvor von den italienischen Sportverbänden bis auf weiteres wegen Mangels an Beweisen eingestellt worden. "Wie immer am Ende die Fuentes-Affäre ausgeht, ich habe dabei verloren", sagte Riis am Mittwoch. "Ich habe den besten Rennfahrer der Welt nicht mehr im Team und beinahe wäre die Mannschaft, für die ich seit Jahren arbeite, verschwunden", so der Däne, der "befürchtet, dass die Ermittlungen in der Fuentes-Affäre zu nichts führen".

"Wenn Ivan bei uns geblieben wäre, hätte ich alle meine Zeit ihm widmen müssen und meine Familie, die mir über alles geht, hätte darunter gelitten", sagte Riis. "Unter diesem Gesichtspunkt war ich überzeugt davon, zu sagen: Es reicht." Dass nun sein Star, der seit 2004 für ihn fuhr und große Erfolge für CSC holte, zur Konkurrenz wechselte, macht Riis besonders bitter. "Die ProTour-Mannschaften haben gemeinsam erklärt, keinen Fahrer, der in die Fuentes-Affäre verwickelt ist, zu verpflichten. Aber am Ende überwiegen doch die Einzelinteressen", so Riis resigniert. Bei CSC wolle man einen Neuanfang. "Ich glaube an sauberen Radsport", auch wenn das bedeute, dass man weniger Siege hole, so der Toursieger von 1996.


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18.10.06 CSC und Basso trennen sich "einvernehmlich"




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