Der Giro-d'Italia-
Sieger verpflichtete sich gegenüber seinem neuen Rennstall Discovery
Channel zu einem DNS-Test, berichtete die Gazzetta dello Sport am Freitag.
"Ivan hat dies über seinen Anwalt
noch vor seiner Vertragsunterzeichnung akzeptiert",
wurde Teammanager Johan Bruyneel zitiert. Auch
der ebenfalls in die Affäre
verstrickte Jan
Ullrich hatte eine DNS-Probe
nicht mehr ganz ausgeschlossen. "Wenn es verfahrensrechtlich angebracht
ist, werden wir das auch machen", hatte sein neuer Anwalt Peter-Michael
Diestel in dieser Woche erklärt.
Durch den Abgleich der DNS mit dem bei der «Operation Puerto»
beschlagnahmten Blut ließe sich nachweisen, ob
die Blutkonserven den verdächtigten
Fahrer gehören oder nicht. Basso hatte stets seine Unschuld
beteuert. Das Ermittlungsverfahren des Nationalen Olympischen Komitee
Italiens (CONI) wurde im Oktober eingestellt, nachdem die spanische
Staatsanwaltschaft kein belastendes Material zur Verfügung gestellt
hatte. Der ebenso wie Ullrich von der Tour de France ausgeschlossene
und von seinem CSC-Rennstall entlassene Radprofi erhielt daraufhin
seine Fahrerlizenz zurück. Vor wenigen Tagen unterzeichnete er einen
Zweijahresvertrag beim amerikanischen Discovery-Rennstall mit einer
angeblichen Gage von 1,5 Millionen Euro pro Saison.
Laut Gazzetta hatte Basso seine Bereitschaft zum
DNS-Test eigentlich bei der Saisoneröffnung des Discovery-Channel-
Teams in Austin/Texas am 3. Dezember selbst bekannt geben wollen.
Teammanager Bruyneel sei ihm nun zuvor gekommen. Offensichtlich
reagierte das Team damit auf die Kritik an der Verpflichtung des nach
wie vor mit Dopinganschuldigungen konfrontierten Italieners.
Die ProTour-Teams
wollen ab
dem 1.Januar alle Fahrer vertraglich verpflichten,
gegebenenfalls DNS-Test
zustimmen zu müssen.
Der Weltverband UCI hatte bereits die Einstellung des
Dopingverfahrens gegen Basso in Italien kritisiert und sich eine
Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof (TAS) in Lausanne
vorbehalten. Bruyneel dagegen verteidigte Basso: "Wir glauben, dass
jeder Fahrer so lange unschuldig ist, bis eine Verurteilung das
Gegenteil besagt." Den Dopingverdacht kann allerdings die DNS-Probe
von Basso - zumindest soweit
es das Blutdoping betrifft - ausräumen.
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