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Klausel im Discovery-Vertrag
Basso will mit DNS-Test Unschuld beweisen

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MAILAND, 17.11.06 (rsn) - Der Italiener Ivan Basso, der einen Zwei- Jahresvertrag beim Discovery-Team unterschrieben hat, ist bereit, mit einer DNS-Probe zu beweisen, dass er zu unrecht verdächtigt wird, in die Fuentes-Affäre verwickelt zu sein.

Der Giro-d'Italia- Sieger verpflichtete sich gegenüber seinem neuen Rennstall Discovery Channel zu einem DNS-Test, berichtete die Gazzetta dello Sport am Freitag. "Ivan hat dies über seinen Anwalt noch vor seiner Vertragsunterzeichnung akzeptiert", wurde Teammanager Johan Bruyneel zitiert. Auch der ebenfalls in die Affäre verstrickte Jan Ullrich hatte eine DNS-Probe nicht mehr ganz ausgeschlossen. "Wenn es verfahrensrechtlich angebracht ist, werden wir das auch machen", hatte sein neuer Anwalt Peter-Michael Diestel in dieser Woche erklärt.

Durch den Abgleich der DNS mit dem bei der «Operation Puerto» beschlagnahmten Blut ließe sich nachweisen, ob die Blutkonserven den verdächtigten Fahrer gehören oder nicht. Basso hatte stets seine Unschuld beteuert. Das Ermittlungsverfahren des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) wurde im Oktober eingestellt, nachdem die spanische Staatsanwaltschaft kein belastendes Material zur Verfügung gestellt hatte. Der ebenso wie Ullrich von der Tour de France ausgeschlossene und von seinem CSC-Rennstall entlassene Radprofi erhielt daraufhin seine Fahrerlizenz zurück. Vor wenigen Tagen unterzeichnete er einen Zweijahresvertrag beim amerikanischen Discovery-Rennstall mit einer angeblichen Gage von 1,5 Millionen Euro pro Saison.

Laut Gazzetta hatte Basso seine Bereitschaft zum DNS-Test eigentlich bei der Saisoneröffnung des Discovery-Channel- Teams in Austin/Texas am 3. Dezember selbst bekannt geben wollen. Teammanager Bruyneel sei ihm nun zuvor gekommen. Offensichtlich reagierte das Team damit auf die Kritik an der Verpflichtung des nach wie vor mit Dopinganschuldigungen konfrontierten Italieners. Die ProTour-Teams wollen ab dem 1.Januar alle Fahrer vertraglich verpflichten, gegebenenfalls DNS-Test zustimmen zu müssen.

Der Weltverband UCI hatte bereits die Einstellung des Dopingverfahrens gegen Basso in Italien kritisiert und sich eine Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof (TAS) in Lausanne vorbehalten. Bruyneel dagegen verteidigte Basso: "Wir glauben, dass jeder Fahrer so lange unschuldig ist, bis eine Verurteilung das Gegenteil besagt." Den Dopingverdacht kann allerdings die DNS-Probe von Basso - zumindest soweit es das Blutdoping betrifft - ausräumen.


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