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"Ich konzentriere mich auf Giro und Tour"
Basso hat Kapitel Fuentes-Affäre abgehakt


Foto: Roth

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MAILAND, 02.12.06 (rsn) - Der italienische Radstar Ivan Basso, der einen Vertrag bei Discovery unterschrieben hat, nachdem das Dopingverfahren gegen ihn eingestellt wurde, sagt, er habe das Geschehen des auslaufenden Jahres abgehakt und schaue nach vorn.

"Die Entwicklungen in der 'Operacion Puerto' betreffen mich nicht mehr. Ich wurde von den Sportverbänden entlastet und ich konzentriere mich jetzt darauf, in Form zu kommen für Giro und Tour de France 2007", sagte Basso am Rande der Präsentation des Giro d'Italia in Mailand, an der der neue Kapitän des Discovery Channel-Teams teilnahm. Die letzte Italien-Rundfahrt hatte Basso überlegen gewonnen und er galt als großer Favorit der Tour, bevor er dann wie Jan Ullrich am Tag vor der "Großen Schleife" suspendiert wurde. Im kommenden Jahr will Basso einen neuen Anlauf auf das "Double" mit Giro- und Toursieg in einem Jahr machen.

"Nächste Woche beginne ich mit dem ersten Trainingslager des Teams in Austin (Texas/USA) meine Vorbereitung", sagte Basso am Samstag. "Ich freue mich darauf, in den großen Rundfahrten wieder zeigen zu können, was ich kann", so der 29-jährige Italiener. In der Fuentes-Affäre habe er sich nichts zu schulden kommen lassen, er sei zu unrecht damit in Verbindung gebracht worden, sagt Basso. Am 12.Oktober hatten die italienischen Sportverbände das Verfahren gegen ihn wegen Mangels an verwertbaren Beweisen eingestellt. Kurz darauf einigten sich Basso und sein CSC-Team einvernehmlich auf die Auflösung des Vertrags.

"Am Tag vor dem Start der Tour de France in Straßburg hätte man ein bisschen mehr reden sollen innerhalb des CSC-Teams, denke ich", sagt Basso im Rückblick auf seinen Tourausschluss, den er als eine "kalte Dusche" erlebte. Doch Vorwürfe macht er seinem alten Team keine. "(Teamchef) Bjarne (Riis) hat den Ethik-Kodex angewendet", sagt Basso und betont, dass man sich in "gegenseitigem Respekt" getrennt habe.

"Ich war eine lange Zeit am Boden, weil das alles so lange gedauert hat, bis die spanischen Verbände die Dokumente an die italienischen Sportverbände übermittelt haben", sagte Basso. Inzwischen hat sich der Lombarde bereit erklärt, einem DNS-Test zuzustimmen, mit dem eindeutig nachgewiesen werden könnte, ob die in der Affäre in Spanien gefundene Blutkonserven von ihm stammen oder nicht. Allerdings stimmte Basso dem erst zu, nachdem ein solcher DNS-Test infolge der Einstellung des Verfahrens obsolet ist. Warum stimmte Basso dem nicht früher zu, fragte kürzlich CSC-Chef Riis. "Ich habe das nicht freiwillig getan, nachdem das alles auf mich eingestürzt ist", sagt Basso dazu, "warum sollte ich dem zustimmen, wenn der Richter (in Spanien) mich nicht mal kennt?"


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